Tausende feiern die Mystica Hamelon

Dudelsack, Schellen und Trommeln - drei Tage lang gehörte die Hamelner Altstadt wieder Gauklern, Musikanten und mittelalterlichem Handwerkern. Vom 6. bis 8. März füllten etwa 100.000 Besucherinnen und Besucher bei wundervollstem Frühlingswetter die Gassen zwischen Osterstraße, Bäckerstraße, Pferdemarkt und Münsterkirchhof.

Rund 150 Programmpunkte an sechs Spielorten sorgten für ein durchgängiges Geschehen. Auf der Hochzeitshaus-Terrasse trafen sich täglich Künstler und Gäste zum gemeinsamen Auftakt, am Samstagabend bündelte das Mystica-Varieté zentrale Programmmomente in einer kompakten Show. Nach Einbruch der Dunkelheit setzten Feuershows und der Mystic Nightwalk Akzente im Stadtraum.

Das Marktbild war geprägt von Handwerk und Waren aus eigener Fertigung: handgesiedete Seifen, Kräuterliköre für manches Wehwehchen, Gewänder, Schmuck und Stoffe. Zwischen Schmiedefeuer und Harfenklängen, zwischen einfallsreichen Frisuren und schillernden Gewandungen entstand ein lebendiges Bild in der historischen Kulisse. Kinder probierten sich beim Bogenschießen, Axtwerfen oder in der Mitmach-Schmiede; auf der Sternenleiter war etwas Mut und Gleichgewicht gefragt.

Nach einer unfreiwilligen Pause begleitete Bruder Rectus das Wochenende in alter Manier: gut gelaunt und mit glühender Präsenz als Moderator. Mit seiner Hilfe überraschte gleich zu Beginn der Veranstaltung ein Verehrer seine zukünftige Verlobte mit einem Antrag vor dem versammelten Publikum. Der Hamelner Oberbürgermeister Claudio Griese und der anwesende Rattenfänger von Hameln jubelten dem frisch verlobten Paar gemeinsam mit der Menge zu. Mit dieser Fröhlichkeit ging die Mystica gleichsam weiter.

Neu in diesem Jahr war die Auftrittsfläche im Black House Beergarden in der Osterstraße. Auch die musikalischen Beiträge von Kvardich, Treelilium und vielen weiteren erweiterten das Programm. Für landesweite Aufmerksamkeit sorgte die Live-Sendung des NDR-Magazins „Hallo Niedersachsen“ am Samstagabend mit Eindrücken vom Mystica-Varieté, Aktionen wie Ritterspielen und Einspielern aus dem Museum Hameln sowie dem Münster St. Bonifatius.

Ein Bestandteil waren erneut die Ablassbriefe. Auf der Terrasse des Hochzeitshauses konnten Besucher bei Bischof Hunold von Hamelon, der über eine hölzerne Truhe wachte, gegen einen freiwilligen Beitrag einen Ablassbrief erwerben – als augenzwinkerndes Ritual und zur Unterstützung des kostenlosen Spektakels. Neu waren Rabaukenurkunden und -abzeichen für Kinder, die ebenfalls gegen eine freiwillige Spende erhältlich waren.

Der verkaufsoffene Sonntag fügte sich nahtlos in das Wochenende ein und sorgte für zusätzliche Frequenz in der mittelalterlich dekorierten Innenstadt. Handel, Gastronomie und Marktstände trugen gemeinsam zu einem belebten Stadtbild bei. „Die Mystica hat einmal mehr gezeigt, wie gut unsere Altstadt als Bühne funktioniert“, sagt Nikolas Twick, Projektleiter des Stadtmarketings der Hameln Marketing und Tourismus GmbH (HMT). „Bestes Wetter, glückliche Besucherinnen und Besucher; Die Mystica Hamelon war nicht nur für die Mittelalterszene ein super Saisonauftakt. Auch für uns als HMT ist es ein gelungener Start in das Veranstaltungsjahr.”

Die HMT bedankt sich bei allen beteiligten Künstlerinnen und Künstlern, Beschickern, Partnern und Sponsoren sowie den Sicherheits- und Ordnungsdiensten für die gute Zusammenarbeit.

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