Kleine grüne Oase am Rande der Innenstadt

An der Baustraße könnte das schon bald Realität sein: gemütlich im Schatten einen Cappuccino trinken oder auch zu Mittag essen, während man dem leisen Hintergrundrauschen der Stadt lauscht. Und all das mitten im Geschehen, einen Steinwurf vom Kastanienwall entfernt. Denn wenn die Baustraße verkehrsberuhigt und mit Pflanzen und Bäumen begrünt wird – sie sich also zur Baumstraße wandelt – dann hat Hameln eine neue kleine Erholungsoase.

Was soll hier passieren?

Schon Anfang Juli soll es soweit sein. Die Baustraße wird, probeweise und veränderbar, umgestaltet. Zwischen Emmernstraße und Neuetorstraße/Ritterstraße sollen neue Pflanzen und Bäume zur Aufwertung der Umgebung beitragen und in bestimmten Bereichen werden vor allem Parkflächen zu großzügigen Aufenthaltsflächen. Für den dreimonatigen Projektzeitraum werden diese dann den örtlichen Gewerbetreibenden und Gastronomen zur Verfügung gestellt. Hier könnten also temporäre Shoppingmöglichkeiten oder Restaurantplätze geschaffen werden.

Wie kann ich mich bei diesen Plänen einbringen?

Während der dreimonatigen Testphase der „Baumstraße“, die bereits während der Aufbauphase Anfang Juli startet, können die Bürgerinnen und Bürger fortlaufend ihr Feedback geben. Wie kommen die temporären Neuerungen an? Fehlt etwas? Könnte etwas anders gelöst werden? Innerhalb der Testphase werden verschiedene Möglichkeiten geboten, sich an der zukünftigen, dauerhaften Gestaltung der Baustraße aktiv zu beteiligen. Anregungen und Kritik zur Neugestaltung der Straße können schon jetzt unter baustrasse@hameln.de an das Rathaus gesendet werden.

Helferinnen und Helfer gesucht: Während der Aufbau- und auch der Testphase werden helfende Hände benötigt. Wer sich also aktiv an der Umgestaltung der Baustraße beteiligen möchte, kann sich gern unter der genannten Mailadresse melden und beim Aufbau, Dekorieren oder auch der Organisation mit anpacken. Die Projektbeteiligten freuen sich über jeden Helfer!

Wer steht hinter diesem Projekt?

Der dreimonatige Test „Baumstraße statt Baustraße“ ist ein Gemeinschaftsprojekt der Stadt Hameln und der Klimaschutzagentur Weserbergland und gehört zur Maßnahme „Revitalisierung der Innenstadt“. Die Aufbauarbeiten starten Anfang Juli. Dann werden die ersten Pflanzkübel und Aufenthaltsflächen aufgebaut.

Der Projektzeitraum ist beendet - und nun?

Seit Projektbeginn im Juli war klar, dass die Umgestaltungen nur ein Test sind. Dieser findet Ende Oktober seinen Abschluss. „Und natürlich möchten wir am Ende nun ganz genau wissen: Wie hat es den Hamelnern und allen Gästen gefallen?“, fragt Sven Szubin, Leiter des Fachbereichs Umwelt und technische Dienste. Dafür starten die Initiatoren des Projekts, Stadt und Klimaschutzagentur Weserbergland, bald eine doppelte Evaluation. „Doppelt deshalb, weil wir zwischen Gewerbetreibenden vor Ort beziehungsweise Anwohnern und reinen Gästen der Baustraße unterscheiden“, so Szubin. Für jede Gruppe wurde eine eigene Umfrage mit speziell zugeschnittenen Fragen erstellt. Alle Anlieger der Baustraße werden direkt angeschrieben und auf die Umfrage aufmerksam gemacht. Gäste der Baustraße werden an verschiedenen Punkten der Straße QR–Codes zur Umfrage finden. Beide Umfragen werden am Montag, 18. Oktober, freigeschaltet. Eine Teilnahme ist bis Freitag, 5. November, möglich. Zusätzlich werden Interviews mit den Menschen vor Ort geführt. Aus diesen Erkenntnissen wird dann eine Evaluation erstellt. An der Umfrage zur temporären Umgestaltung der Baustraße können Interessierte unter diesem Link teilnehmen: www.surveymonkey.de/r/CT2X3DF

Was passiert jetzt mit den Kübeln und Pflanzen?

Ein paar Oktobertage verbleiben noch, ehe die vom städtischen Betriebshof gebauten Pflanzkübel wieder abgebaut werden und auch die temporären Gastronomie-Inseln verschwinden. Der Großteil der verwendeten Palettenmöbel wird zerkleinert und zu Brennholz verarbeitet. „Wir freuen uns aber sehr, dass wir für einige Pflanzkübel Patenschaften an Schulen finden konnten und die Kübel dort für Schulgärten oder Pflanzen-AG´s Verwendung finden“, so Szubin. Verbleibende Blumen, Gräser und Sträucher werden auf Beete im Stadtgebiet verteilt. Der vollständige Rückbau aller Elemente erfolgt ab Montag, 1. November.