Sagenhaft nah dran in Hameln

Hameln empfängt derzeit eine internationale Studierendengruppe aus Korea: Im Rahmen des „Märchen-Winter-Campus“ besucht eine 21-köpfige Delegation die Rattenfängerstadt und verbringt zwei intensive Tage vor Ort. Organisiert wird der Aufenthalt in enger Zusammenarbeit mit der Hameln Marketing und Tourismus GmbH (HMT).

Der Besuch ist Teil einer Studienreise entlang der Deutschen Märchenstraße, die anlässlich ihres noch bis Ende März laufenden 50-jährigen Jubiläums verstärkt internationale Aufmerksamkeit erfährt. Bereits im vergangenen Jahr war eine koreanische Gruppe in der Region unterwegs – nun kehrt das erfolgreiche Format mit erweitertem Programm nach Hameln zurück.

Seit acht Jahren arbeitet die Deutsche Märchenstraße mit Dr. Junchul Lim, Geschäftsführer von Gloculmedia und Initiator des Projekts „Märchen Korea“, zusammen. Ziel ist der kulturelle Austausch zwischen Korea und Deutschland. Ein Ergebnis dieser Kooperation ist eine Augmented-Reality-App, die die Geschichte des Rattenfängers digital erlebbar macht.

Ein besonderer Schwerpunkt des Programms liegt auf Hameln als touristischem Lernort. Die Studierenden der koreanischen Andong Universität, an der Tourismuswissenschaften gelehrt werden, beschäftigen sich im Rahmen des „MärchenCampus“ mit der Frage, wie Sagenfiguren, Stadtgeschichte und moderne Vermarktung erfolgreich miteinander verbunden werden können.

In Hameln stand dazu ein Symposium mit dem Leiter Tourismus, Frank Lücke, auf dem Programm. Themen waren unter anderem die touristische Profilierung Hamelns, der Einsatz des Rattenfängers im Destinationsmarketing sowie die Bedeutung regionaler Kooperationen. Zudem stellten die Studierenden eigene touristische Projektideen vor und diskutierten diese mit den Hamelner Experten.

Begleitet wurde das Programm durch eine Stadtführung mit dem Rattenfänger, die bei den Gästen auf große Begeisterung stieß. „Die Studierenden waren besonders beeindruckt von der lebendigen Inszenierung der Stadtgeschichte und der offenen, herzlichen Art, mit der sie in Hameln empfangen wurden“, resümierte Dr. Lim.

Mit dem Besuch der internationalen Studierendengruppe präsentiert sich Hameln einmal mehr als weltoffene Stadt, die ihre Geschichte nicht nur bewahrt, sondern aktiv und zeitgemäß vermittelt – und damit auch überregional und international Akzente setzt.

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