Die deutsche Staatsbürgerschaft erhalten

Die Einbürgerung ist die Verleihung der deutschen Staatsangehörigkeit an eine Ausländerin oder einen Ausländer. Sie muss persönlich beantragt werden und wird durch Aushändigung einer besonderen Einbürgerungsurkunde vollzogen. Bitte beachten Sie: Die Einbürgerungsstelle ist nur nach telefonischer Terminabsprache, Tel. 202-1791 oder 202-3010, erreichbar!

Für einen Anspruch auf Einbürgerung muss der/die Antragsteller/in in der Regel folgende Voraussetzungen erfüllen:

  • 8-jähriger rechtmäßiger Aufenthalt im Bundesgebiet
  • ein unbefristetes Aufenthaltsrecht
  • ausreichende Kenntnisse der deutschen Sprache
  • ein Bekenntnis zur freiheitlich demokratischen Grundordnung ablegen
  • eine Erklärung abgeben, dass er keine verfassungsfeindlichen Bestrebungen verfolgt oder verfolgt hat
  • den Lebensunterhalt durch eigene Erwerbstätigkeit sichern können
  • sich straffrei geführt haben
  • die bisherige Staatsangehörigkeit verlieren oder aufgeben
  • über Kenntnisse der Rechts- und Gesellschaftsordnung und der Lebensverhältnisse in Deutschland verfügen

Ein Antragsformular auf Einbürgerung wird nur nach einem persönlichen Beratungsgespräch mit dem/der zuständigen Sachbearbeiter/in ausgegeben.

Welche Unterlagen zur Antragstellung notwendig sind, wird Ihnen beim Beratungsgespräch detailliert mitgeteilt.

Die Einbürgerung ist gebührenpflichtig. Die Gebühr beträgt 255 Euro pro Person und 51 Euro pro miteinzubürgerndes Kind.

Keine doppelte Staatsangehörigkeit mehr für Briten nach „Brexit“

Staatsangehörige eines anderen Mitgliedstaates der Europäischen Union oder der Schweiz können bei Einbürgerung ihre Staatsangehörigkeit behalten. Somit können derzeit die in Deutschland lebenden Britinnen und Briten die deutsche Staatsangehörigkeit erwerben und dabei die britische Staatsangehörigkeit behalten. Mit Austritt des Vereinigten Königreichs aus der Europäischen Union („Brexit“) fällt diese Regelung zukünftig für Britinnen und Briten weg, die britische Staatsangehörigkeit muss bei Einbürgerung aufgegeben werden.

Wer sich einbürgern lassen möchte, jedoch die britische Staatsangehörigkeit nicht verlieren möchte, sollte frühzeitig einen Antrag auf Einbürgerung stellen. Entscheidend hierfür ist der Tag der Einbürgerung. Voraussichtlicher Termin für den „Brexit“ ist der 29.03.2019.

Das bedeutet: Nur wer bis zum 28.03.2019 eingebürgert ist (also nicht, wer bis zum 28.03.2019 die Einbürgerung beantragt hat) kann auch die britische Staatsangehörigkeit behalten. Danach muss die britische Staatsangehörigkeit aufgegeben werden.

Zwischen dem Antrag und der Einbürgerung liegen normalerweise drei bis sechs Monate, da verschiedene Behörden an dem Verfahren beteiligt werden müssen und in vielen Fällen zeitaufwendige Einbürgerungsvoraussetzungen wie z. B. der Erwerb des Sprachzertifikats B1 oder der Einbürgerungstest zu erfüllen sind. Beide Zertifikate sind über die Volkshochschule Hameln-Pyrmont zu erhalten, auch hier muss mit Wartezeiten gerechnet werden.

Wer sich als Hamelner Britin oder Brite also mit dem Gedanken trägt, neben seinem britischen Pass auch den deutschen Pass zu erwerben, sollte damit nicht mehr zu lange warten. Auskünfte erhalten Sie in der Einbürgerungsstelle der Stadt Hameln, Telefonnummer 05151/202-1791 oder 202-3010. Eine persönliche Vorsprache ist nur mit Terminabsprache möglich.

Nützliche Links zum Thema:

Bundesministerium des Innern - Einbürgerung

Informationen zu Staatsangehörigkeit und Einbürgerung der Beauftragten der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration