Besondere Leistungen und Ideen für den Umweltschutz

Am 9. Dezember 2015 beschloss der Rat der Stadt Hameln, dass besondere Leistungen auf dem Gebiet des Umweltschutzes künftig ausgezeichnet werden sollen. Der Hamelner Umweltpreis wurde dann im Jahr 2016 erstmalig mit Unterstützung der VGH ausgelobt und soll bis voraussichtlich 2020 eine feste Größe sein.

Schulen und Kindergartengruppen können ihre Ideen einreichen und damit auch einen sehr guten Anreiz für andere Gruppen liefern, sich ebenfalls mit Umweltthemen auseinanderzusetzen. Alle Ideen, die sich auf kreative, inovative und nachhaltige Art und Weise mit dem Thema Klimaschutz auseinandersetzen, sind willkommen. In der Umweltabteilung der Stadtverwaltung freut man sich auf viele neue Ideen im weiteren Bewerbungslauf.

Der Umweltpreis ist mit einem Preisgeld in Höhe von 1.000 Euro (1. Preis 500 Euro, 2. Preis 300 Euro, 3. Preis 200 Euro) verbunden. Teilnahmeberechtigt ist jede natürliche oder juristische Person, Personengruppe, Arbeitsgemeinschaft oder Institution (auch Schulen und Kindertagesstätten), die in Hameln ansässig ist oder deren Aktion oder Idee im Stadtgebiet Hameln umgesetzt bzw. wirksam wird.

Die Bewerbungsfrist für den Umweltpreis 2018 beginnt am 3. April 2018 und endet am 2. Juli 2018. Die Preisverleihung erfolgt am 9. September 2018 im Rahmen des Hamelner Umwelttages im Bürgergarten der Stadt Hameln. Den Bewerbungsbogen finden Sie rechts als Download.

Die Begründung des Rates aus 2015, den Hamelner Umweltpreis zu verleihen, lautet wie folgt:

„In den letzten Jahren wurden die Umweltschutztage Weserbergland erfolgreich und mit großem Engagement der Beteiligten durchgeführt. Das Umweltbewusstsein der Bürger ist in den letzten Jahren gewachsen, und deshalb meinen wir, dass sich Stadt und Politik denjenigen ihre Anerkennung deutlich macht, die sich im besonderen Maße für die Erhaltung und die Verbesserung der Umweltbedingungen einsetzen. Durch einen jährlich zu verleihenden lokalen Umweltschutzpreis wird ein besonderer kommunaler Beitrag zur weiteren Stärkung des Umweltbewusstseins bei den Bürgern geleistet. Zum anderen würde der Einsatz Hamelner Bürger für eine bessere Umwelt öffentliche Würdigung finden.“

Preisträger 2018

Der erste Platz und damit ein Preisgeld von 500 Euro ging an das Reparatur-Café Hameln im Mütterzentrum. Hier bekommen alte Toaster mit Ladehemmungen, klemmende Drucker oder Fahrräder mit Platten - und alle anderen Dinge, die nicht sofort entsorgt werden sollten -  eine Chance auf Reparatur. Seit März 2015 wird hier geflickt und repariert. Alles kostenlos für die Kunden, eine Spende steht jedoch jedem frei. Die Gerätelebens- und Nutzungsdauer zu verlängern und weniger Müll zu produzieren, das ist der Anspruch von Jürgen Feuerhake und seinem Team. Diese Idee kam bei der Jury sehr gut an und hat damit den ersten Preis verdient.

Der zweite Platz und ein Preisgeld von 300 Euro ging an die IGS Hameln mit ihrem Projekt "Natur erleben und Biodiversität fördern im Schulgarten der IGS Hameln". Hier steht der Schulgarten im Mittelpunkt, in welchem die Schülerinnen und Schüler an die Natur, das Gärtnern und den nachhaltigen Umweltschutz herangeführt werden. Der Bau von Nistkästen und die Verwendung von saisonalem Obst und Gemüse sind ein wichtiger Bestandteil der Ausbildung der Schülerinnen und Schüler.

Für den dritten Platz (Preisgeld 200 Euro) konnte sich das Albert-Einstein-Gymnasium qualifizieren. „Einsteins Streuobstwiese und Schulgarten-Lebensräume für Vögel, Bienen, Igel und Co.“ heißt das Projekt, in dem sich während einer Projektwoche Schülerinnen und Schüler mit Fragen zu Natur- und Artenschutz auseinandersetzen. Rückzugsorte für vielerlei Tierarten werden in dem Schulgarten und auf der Streuobstwiese geschaffen.

Preisträger 2017

Über den ersten Platz und ein Preisgeld von 500 Euro kann sich der Stamm Kreuzfähnlein vom Verband Christlicher Pfadfinderinnen und Pfadfinder freuen. Mit ihrer Idee „Lebensraum Garten“ unterstützen die Mitglieder die heimische Artenvielfalt aktiv und tragen zur Stärkung Umweltbewusstseins bei. In einem Kleingarten haben sie einen naturnahen Lebensraum für Kleintiere geschaffen und leisten so (ohne nennenswerten finanziellen Einsatz) einen großen Beitrag für die heimische Tierwelt. So hat die Gruppe unter anderem eine Totholzhecke angelegt, die Igeln, Mäusen und Insekten Schutz bietet. In ihrer Bewertung hebt die Jury hervor, dass die Jugendlichen sich in ihrer Freizeit aktiv dafür einsetzen, den Kreislauf der Natur zu unterstützen.

Der zweite Platz und damit ein Preisgeld von 300 Euro geht an die Umwelt-AG des Schiller Gymnasiums und ihr Projekt „Der Schiller-Cup – ein Konzept zum nachhaltigen Umgang mit Getränkebechern“. Die Jury des Umweltpreises lobt, dass die Schülerinnen und Schüler sich mit der Thematik der Wegwerfgesellschaft auseinandersetzen und Alternativen aufzeigen möchten.

Dafür hat die Schülergruppe einen Thermobecher entwickelt, der in der schuleigenen Cafeteria ab sofort als Alternative zu den klassischen To-Go-Bechern angeboten wird. Mit dieser nachhaltigen Lösung soll der Müll an der Schule, aber auch im Stadtgebiet verringert werden. Das Thema Nachhaltigkeit und der eigene ökologische Fußabdruck rücken mithilfe des Schiller-Cups in den Fokus.

Den dritten Platz belegt das Projekt „Praktische Mofa-Ausbildung: Umweltfreundlich - elektrisch in der Jugendverkehrsschule Hameln“ der Verkehrswacht Stadt Hameln. Ihr Einsatz für mehr E-Mobilität auf Hamelns Straßen wird mit einem Preisgeld von 200 Euro belohnt.

Ihre bisherigen Zwei-Takt-Mofas hat die Verkehrswacht getauscht – gegen drei umweltfreundliche E-Roller. Sie tragen zur Reduktion der Abgasentwicklung bei und führen Fahranfänger damit früh an die E-Mobilität und den Klimaschutz-Gedanken heran.

Preisträger 2016

Knille, Knalle, Knüll 2016.

Für die Jury, die am 13.12.2016 zusammentraf, um über die eingegangenen Bewerbungen zu urteilen, wurde entschieden: Für den diesjährigen Hamelner Umweltpreis gibt es zwei Hauptgewinner. Diese erhalten ein Preisgeld von jeweils 500 Euro.

Freuen darf sich die städtische Kindertagesstätte Altstadtmäuse, die das Umwelt Projekt mit dem Titel „Knille, Knalle, Knüll - wohin mit dem Müll? initiiert hat. Die Themen Mülltrennung und Vermeidung von Abfällen wurden pädagogisch erarbeitet und kindgerecht anhand von Spielen, Experimente und künstlerisches Arbeiten aufgezeigt. Gerade kleine Kinder erschließen ihre Umgebung und ihre Umwelt mit großem Interesse. „So lässt sich ein sorgsamer Umgang mit Müll bereits in der Kita erlernen“, bestätigt die Leiterin des Umwelt-Projektes Christiane Sievers. Das Projekt wurde bereits mehrfach präsentiert, z.B. auch am diesjährigen Hamelner Umwelttag im Bürgergarten. 

Weitere 500 Euro gehen an die Umwelt AG des Hamelner Albert-Einstein-Gymnasiums, die unter dem Titel „Krasser Müll“ ihre Bewerbung eingereicht hat. Die Schülerinnen und Schüler der 6. und 7. Klasse befassen sich mit Themen rund um das Klima, den Klimawandel sowie der Energiegewinnung. Die Schüler lernen gemeinsam, was es heißt ein Klimaretter, also ein heutiger Superman zu sein. „Der viele Müll auf dem Schulhof – das macht uns traurig“, so die Mitglieder der Umwelt AG. “Durch verschiedene Aktionen lernen die Schüler den Müll als wertvolle Ressource zu erkennen und ihr eigenes Handeln zu ändern“, versichert der Leiter der Umwelt AG und Lehrer am Albert-Einstein-Gymnasium, Tim Kaminski. Die Projektergebnisse sollen noch auf Plakaten Darstellung finden und sich in Form einer Ausstellung auf Reise in benachbarte Schulen begeben.