Wo ist Platz für Windräder?

Die Stadt steckt in einem Dilemma: Sie muss mehr Flächen für Windenergieanlagen ausweisen. Doch wo ist innerhalb des Stadtgebietes, zwischen Wohnbebauung, Wald und Naturschutzgebieten, überhaupt noch Platz für neue Windräder? Bei der Beantwortung dieser Frage hatte die Stadt interessierte Bürgerinnen und Bürger  zu einem Workshop am Dienstag, 17. September, ins Weserbergland-Zentrum eingeladen.

Rund 50 Bürgerinnen und Bürger haben die Gelegenheit genutzt und in Gruppen intensiv diskutiert. Es galt, die so genannten weichen Tabukriterien herauszufinden, die bei der Ausweisung von Vorranggebieten für Windenergie besonders beachtet werden sollen. Sollen zum Beispiel Waldflächen nach dem Willen der Bürger von der Windenergienutzung ausgeschlossen werden? Welchen Stellenwert haben Aspekte des Natur- und Artenschutzes? Und wie groß muss der Abstand zu bebauten Flächen sein?

Im Ergebnis ist festzuhalten, dass den Bürgerinnen und Bürgern der Schutzabstand zu Wohngebieten besonders wichtig ist. Er soll möglichst tausend Meter betragen. Um diesen Abstand einzuhalten, könnten aus Sicht der Bürgerschaft auch die Waldgebiete für Windenergieanlagen geöffnet werden. Wertvolle Wälder sollen aber ausgeschlossen bleiben.

Die Antworten haben für die Verwaltung nach eigenem Bekunden besonderes Gewicht. „Wir werden die Ergebnisse in die politische Diskussion einfließen lassen“, sagt Erster Stadtrat Hermann Aden. Jeder Teilnehmer habe so die Möglichkeit, an den Entscheidungsgrundlagen für die Ratspolitik mitzuarbeiten.
Ein Protokoll des Workshops wird in Kürze ins Netz gestellt.

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