Welche Zukunft haben die Hamelner Gewässer?

An der Weser fahren wir alle beinahe jeden Tag entlang und bewundern den lebhaften Fluss, der je nach Jahreszeit ganz anders wirkt. Aber ist uns wirklich bewusst, dass 335 Hektar des Hamelner Stadtgebiets von Wasser bedeckt sind?

Dass Hameln eben nicht nur von dem großen Strom geprägt wird, sondern eine Vielzahl von Bächen und Seen aufweist, kleineren wie größeren? Die Hamel und die Fluthamel ziehen sich sogar mitten durch die Stadt, sind aber so bescheiden, dass man sie kaum wahrnimmt. Das Naturschutzgebiet Töneböns Teiche ist zwar Vogelkundlern und Campingfreunden bekannt – aber viele Hamelner wissen nicht einmal, wo es liegt.

Gibt es eigentlich noch eine Verbindung zwischen den Hamelnern und ihren Gewässern? Oder ist sie abgerissen, nachdem die Weser nicht mehr Arbeitsort ist, sondern vor allem Sport- und Freizeitvergnügen dient? Wurden früher auch kleine Wasserläufe z.B. als Antrieb eines Wasserrades oder zum Waschen genutzt, sind sie heute eher Kulisse. Sind Bäche, Teiche und Seen deshalb langsam aus dem Alltag der Menschen gerutscht und ein bißchen in Vergessenheit geraten? Welche Schätze verbergen sich in den Tiefen der Hamelner Gewässer?

Handlungsansätze für Hamelns Wasserflächen

Im Rahmen ihres Vortrages stellte Frau Prof. Lohaus verschiedene konzeptionelle Lösungen vor, wie das Thema Wasser in der Stadt besser erlebbar gemacht werden kann. Dabei ging sie nicht nur auf die Weser ein, sondern betrachtete auch deren Zuläufe im Stadtgebiet. So schlug sie beispielsweise vor:

  • Die Hamel im Stadtgebiet durchgängig sicht- und erlebbar zu machen. Dabei hob sie die begonnene Uferpromenade im Bereich der Hermanschule als einen positiven Ansatz hervor.
  • Für die Weser machte Frau Prof. Lohaus weiterführende konzeptionelle Vorschläge. So unterteilte sie die Weser im Stadtgebiet in drei Abschnitte: die Parkuferpromenade für den nördlichen Bereich der Thiewallbrücke, die Weserpromenade zwischen Thiewall- und Münsterbücke und die Hafenpromenade südlich der Münsterbrücke.
  • Das weitläufige Gebiet der „Hamelner Seenlandschaft“ im Süden der Stadt sollte mit einem Rad- und Fußweg, der das Gebiet durchzieht, erschlossen werden.