Hameln im Jahr 2030

Der sogenannte demographische Wandel ist in aller Munde. Aufgrund der zurückgehenden Geburtenrate und der erfreulich hohen Lebenserwartung wird in den kommenden Jahren einerseits die Bevölkerung schrumpfen, andererseits die Zahl der Hochbetagten deutlich zunehmen. Die grenzüberschreitende Zuwanderung wird diese Veränderungen mildern, aber nicht aufheben können.

Was wird das für Hameln bedeuten? Welches Bild wird sich dem Touristen bieten, wenn er im Jahr 2030 in Hameln durch die Fußgängerzone geht? Wird es dem ähneln, das man heute schon in vielen Städten des Harzes hat? Dort leben aufgrund mangelnder (Arbeits-)Perspektiven deutlich weniger junge Menschen als in anderen Orten.

Frau Prof. Rohr-Zänker zeigte im Kontext des demografischen Wandels folgende Grundsätze auf, die auch für die Stadt Hameln gelten:

  • Schaffen eines öffentlichen Diskurses über die Auswirkungen, Herausforderungen und Handlungsspielräume im Kontext des demografischen Wandels.
  • Notwendige Entscheidungenüber Ausbau / Einschränkung und Aufgabe von Leistungen vornehmen.
  • Schwerpunkte setzen, d. h. Konzentration auf zukunftsfähige Maßnahmen und die Qualifizierung des Bestandes.
  • Vorhandene Potenziale aktivieren und neue Spielräume schaffen. Hierbei sollten Bürger, Wirtschaft, Institutionen einbezogen werden – bspw. über die Bildung von interkommunalen und regionalen Partnerschaften.