Es geht aufwärts am Kuckuck...

Lange Zeit wurde das Wohngebiet Kuckuck immer wieder in ein schlechtes Licht gerückt. Negative Schlagzeilen führten dazu, dass sich das Viertel sowohl in der Eigen- als auch in der Fremdwahrnehmung in einer Abwärtsspirale befand. Gemeinsam mit vielen weiteren Akteuren arbeitet die Stadt Hameln aktiv daran, dieser Entwicklung entgegenzuwirken. Ziel ist es, die Wohn- und Lebensbedingungen im Wohngebiet Kuckuck nachhaltig zu verbessern.

Aktuelle Informationen zur Quartiersentwicklung Kuckuck erhalten Sie über die Quartierszeitung „Der kuck kuck“, die in unregelmäßigen Abständen erscheint.

„Der kuck kuck, “Ausgabe 1/2017

„Der kuck kuck“, Ausgabe 2/2018

Städtebauförderung "Soziale Stadt"

Mit dem Städtebauförderprogramm Soziale Stadt wollen Bund und Länder Städte und Gemeinden bei der schwierigen Aufgabe zur Bewältigung einer Abwärtsspirale in benachteiligten Quartieren unterstützen. Durch städtebauliche Maßnahmen sollen die Quartiere stabilisiert und aufgewertet werden, um so die Lebensbedingungen insgesamt zu verbessern.

Das Wohngebiet Kuckuck wurde 2016 in das Förderprogramm aufgenommen. Hierzu wurden eine umfangreiche Bestandsanalyse und ein erstes städtebauliches Entwicklungskonzept erstellt. Die Ergebnisse sind in dem Bericht Vorbereitende Untersuchung zusammengefasst.

Folgende Maßnahmen sollen mit den Fördergeldern umgesetzt werden:

  • Verbesserung der Wegeverbindung in die Stadt durch den Umbau der Marienthaler Straße
  • Anlage eines Spielplatzes
  • Verbesserung der Bolzplatzanbindung
  • Aufwertung des Straßenraumes im Quartier
  • Schaffung eines Quartierstreffs
  • Maßnahmen an privaten Gebäuden wie barrierefreie Zugänge sowie Verbesserung der Eingangssituationen und der Freiraumgestaltung.

Insgesamt stehen für die städtebauliche Erneuerung des Kuckucks 4,39 Millionen Euro zur Verfügung. Die Beteiligung der Kuckuck-Bewohner an den Planungsprozessen hat dabei einen hohen Stellenwert. Das Projekt „Soziale Stadt Kuckuck“ wird gefördert durch:

Sanierungsträger

Im Juni 2017 wurde die Niedersächsische Landgesellschaft mbH (NLG) mit den Leistungen als Sanierungsberater für das Gebiet Kuckuck beauftragt. Die Projektleitung übernimmt Frau Anna-Theresa Richter aus der Geschäftsstelle Hannover. Ihr zur Seite steht Frau Anika Krystin Beverburg, ebenfalls Geschäftsstelle Hannover. Die NLG unterstützt die Stadt Hameln in allen sanierungs- und förderrechtlichen Fragen. Dazu zählen u. a. die Unterstützung der Stadt bei der Formulierung von Beschlussfassungen, die Ausarbeitung von Satzungen und Richtlinien, die Koordination der Förderung und Finanzierung sowie der Kontakt zu den Förderstellen und Fördermittelgebern. Darüber hinaus steht die NLG auch privaten Eigentümern zur Beratung im Hinblick auf verschiedene Fördermöglichkeiten zur Verfügung.

Förderrichtlinie

Mit der Förderrichtlinie der Stadt Hameln wird geregelt, welche Baumaßnahmen privater Eigentümer im Sanierungsgebiet Kuckuck gefördert werden können. Haben Sie Eigentum am Kuckuck? Dann können auch Sie Fördergelder für Sanierungsmaßnahmen in Anspruch nehmen. Bei Fragen wenden Sie sich bitte an Frau Gesa Elsner: 05151/ 202-1482 oder direkt an Frau Anna-Theresa Richter bei der NLG: 0511/123208-204.

Verfügungsfonds

Mit der Einrichtung eines Verfügungsfonds stehen jährlich 15.000 Euro Fördergelder für kleine Projekte zur Verfügung, die das Zusammenleben am Kuckuck fördern. Haben Sie eine Projektidee? Dann wenden Sie sich bitte an Frau Claudia Schmidt: 05151/ 202-7022. Die erforderlichen Antragsunterlagen stellen wir Ihnen zur Verfügung.

Sanierungskommission

Die Sanierungskommission Kuckuck tagte im September 2017 das erste Mal. Das Gremium setzt sich aus gewählten Vertretern der Bewohnerschaft, Vertretern des Runden Tisches und Politikern zusammen. Hier werden politische Beschlüsse zum Quartier vorberaten sowie über die Nutzung der Mittel aus dem Verfügungsfond entschieden.

Runder Tisch Kuckuck

Ausgelöst durch den seit Ende 2013 zu beobachtenden vermehrten Zuzug von Zuwanderern und die damit verbundenen sozialen Herausforderungen hat sich im März 2014 der Runde Tisch Kuckuck gegründet. Hier wird ressortübergreifend das Vorgehen der beteiligten Institutionen am Kuckuck abgestimmt.

Viele Ideen im Integrierten Handlungskonzept

Das Integrierte Handlungskonzept umfasst vielfältige Ideen und Maßnahmen aus acht Handlungsfeldern, die seit März 2014 entwickelt wurden. Sie sind im Wesentlichen aus der Arbeit des Runden Tisches sowie aus verschiedenen Gesprächsrunden mit Bewohnern hervorgegangen. Im Integrierten Handlungskonzept greifen städtebauliche Maßnahmen und soziale Projekte ineinander.

Zusammenkommen im Begegnungshaus Kuckuck 14

Mit dem Ziel, die Verständigung unter den verschiedenen Bevölkerungsgruppen vor Ort zu fördern und Begegnungsmöglichkeiten zu schaffen, wurde im März 2015 das Begegnungshaus Kuckuck 14 eröffnet. Die seit Jahren erfolgreich arbeitende Kinderbetreuung im "Kuckucksnest" durch den Verein "SAM e.V." (Sozial Aktiv Menschlich) wird seitdem durch den „Treffpunkt ZaK" (Zusammen am Kuckuck) ergänzt. Hier befindet sich die zentrale Anlaufstelle des Projekts "JUGEND STÄRKEN", gleichzeitig findet hier regelmäßig ein „offener Bewohnertreff“ statt.

Ziel ist es, für alle Angebote des aktuellen Begegnungshauses neue barrierefreie und multifunktional nutzbare Räumlichkeiten in einem neuen Quartierstreff zu schaffen. Der Neubau und auch die Stelle eines Integrationsmanagers/ einer Integrationsmanagerin werden bis 2022 über das Förderprogramm Soziale Integration im Quartier  gefördert.

Bürgerbeteiligung und Mitmachangebote

Offener Bewohnertreff

Der offene Bewohnertreff findet jeden 1. Montag im Monat um 16.30 Uhr im Begegnungshaus statt. Hier können sich die Bewohner austauschen, Probleme ansprechen und gemeinsam Veranstaltungen und Aktionen für den Kuckuck planen. In den Sommermonaten findet der Bewohnertreff draußen statt. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen!

Straßenfest

Das Begegnungshaus Kuckuck veranstaltet jeden Sommer ein Straßenfest mit vielfältigen Angeboten für Kinder und Erwachsene.

Nachbarschaftsfrühstück

Jeden zweiten Dienstag im Monat sind alle Bewohner von 10 bis 11.30 Uhr herzlich zum Nachbarschaftsfrühstück ins Kuckucksnest eingeladen.

Quartiersforum

Beim  Quartiersforum Kuckuck 2016 und 2017 im Dorfgemeinschaftshaus Rohrsen präsentierten die unterschiedlichen Akteure ihre Arbeit und es wurde rege über die Zukunft des Quartiers diskutiert. Im Jahr 2018 fand alternativ eine Quartiersbegehung statt. Der Planungsstand der verschiedenen Projekte wurde vorgestellt. In den kommenden Jahren werden verschiedene Einweihungsfeiern folgen.

Ein Logo für den Kuckuck

Höhepunkt des Straßenfestes 2017 war Enthüllung des Logos für den Kuckuck, das zuvor gemeinsam mit vielen Akteuren unter professioneller Begleitung der Designerei Brenes und Wollenweber entwickelt worden war. Die am Mikroprojekt AkzepTANZ beteiligten Kinder führten das Logo mit bedruckten T-Shirts durch eine Tanzperformance ein. Das Logo wird nun von allen Projektpartnern für die Öffentlichkeitsarbeit genutzt.

Konkrete Hilfe durch das Projekt "JUGEND STÄRKEN"

Im Rahmen des Modellprogramms „JUGEND STÄRKEN im Quartier“ stehen im gesamten Landkreis Hameln-Pyrmont bis 2018 rund 1,4 Millionen Euro für Sozialarbeit, Einzelfallhilfe und Projektarbeit zur Verfügung. Der Großteil sind Fördermittel aus dem Europäischen Sozialfonds (ESF) und des Bundes. Doch auch der Landkreis Hameln-Pyrmont und die Stadt beteiligen sich mit 216.000 Euro bzw. 120.000 Euro. Projektträger ist hierbei die Impuls gGmbH.

"JUGEND STÄRKEN" kombiniert Streetwork und sozialpädagogischer Einzelfallbetreuung durch das JobCenter Hameln-Pyrmont. Daneben gibt es auch sogenannte Mikroprojekte, die das soziale Miteinander und die Integration junger Erwachsener in den jeweiligen Quartieren stärken. Für den Kuckuck sind das beispielsweise das Projekt „Freundschaftsspiel", bei dem sich Jugendliche mit ganz unterschiedlichen Familien- und Migrationshintergründen regelmäßig zum Fußball spielen treffen, das Tanzprojekt AkzepTANZ, sowie das Eltern- und Begegnungscafé unter dem Motto „Zeit für Familie“.

Das Projekt wird gefördert durch: