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Wiederherstellung der Durchgängigkeit der Hamel am Wehr „Wiese“
Gemäß EU-Wasserrahmenrichtlinie muss an den Querbauwerken in den Bächen und Flüssen die Durchgängigkeit für Fische und andere aquatische Lebewesen hergestellt werden.
Bildkommentar: Wehr "Wiese" in der HamelDas Wehr „Wiese“ in der Hamelner Ortschaft Hilligsfeld stellte bis 2010 ein unüberwindbares Wanderhindernis in der Hamel dar. Die stromaufwärts gerichteten Wanderungen, insbesondere die Laichwanderungen der Salmoniden, wurden stark behindert. Die stromabwärts gerichteten Wanderungen wurden entweder ebenfalls stark behindert oder erfolgten durch den Rechen und die Turbinenanlage mit entsprechenden Verletzungs- und Mortalitätsraten.
Der typische Fließgewässercharakter der Hamel war durch den Aufstau oberhalb des Wehres nicht mehr vorhanden, mit den entsprechenden negativen Veränderungen auf die Fauna und Flora. Eine sinnvolle energetische Nutzung war zudem aufgrund der zu geringen Wassermenge in der Hamel nicht möglich.
Im August 2009 wurde deshalb mit der Baumaßnahme zur Wiederherstellung der Durchgängigkeit der Hamel am Wehr "Wiese" in Hilligsfeld begonnen. Die Hamel wurde in diesem Bereich neu trassiert und der Altarm mit dem anfallenden Bodenaushub verfüllt.
Bildkommentar: Der neue Hamellauf während
der Bauphase im Sept. 2009 …
Bildkommentar: … und ein Jahr später im September 2010 Zur schadlosen Abführung von Hochwasser wurde südlich der neuen Hameltrasse eine Hochwasser-Flutmulde geschaffen.
Bildkommentar: Die Flutmulde während der Bauphase im Sept. 2009 …
Bildkommentar: … und ein Jahr später im September 2010 Im Zuge der Baumaßnahme wurden außerdem strukturverbessernde Maßnahmen auf den angrenzenden Mühlenwiesen durchgeführt. Durch die Anlage einer Flutrinne und einer Flutmulde wurden amphibische Lebensräume neu geschaffen, die weitestgehend einer eigenständigen Entwicklung überlassen werden sollen.
Bildkommentar: Die Flutrinne während der Bauphase im Sept. 2009 …
Bildkommentar: … und ein Jahr später im September 2010 Es wurden ca. 120 Bäume – Erlen, Eschen, Bruch-/Silberweiden, Stieleichen, Hainbuchen – gepflanzt. Die ehemaligen Mühlenwiesen (mit Ausnahme der Uferbereiche und der amphibischen Lebensräume) sollen zukünftig extensiv beweidet werden.
Die Baumaßnahme umfasste auch infrastrukturelle Maßnahmen: Der städtische Regenwasserkanal musste um knapp 60 m verlängert werden, ein Entwässerungsgraben musste neu an die Hamel angeschlossen werden. Die alte Hamelbrücke wurde abgerissen und eine neue Überwegung (Hamco-Profil) geschaffen.
Aufgrund der schwierigen Baugrundverhältnisse und der schlechten Witterung konnte die Baumaßnahme erst im Mai 2010 abgeschlossen werden.
Bei Fragen stehen Ihnen gerne Herr Bruns (Tel. 202-1453) und Frau Auhage (Tel. 202-1823) zur Verfügung.
Karte zur Wiederherstellung der Durchgängigkeit der Hameln an der Hilligsfelder Mühle
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