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Die Grundsätze des waldbaulichen Handelns

Unser waldbauliches Handeln beruht auf den drei gleichberechtigten Prinzipien Kontinuität, Stabilität und Vielfalt.

Kontinuität

Die Entwicklungsprozesse unserer Wälder erstrecken sich über sehr lange, oftmals mehrere Jahrhunderte dauernde Zeiträume - der Inbegriff von Kontinuität. Die Nutzung des Waldes durch den Menschen darf diese Gesetzmäßigkeit nicht verletzen, will man Katastrophen und Rückschläge vermeiden. Das bedeutet für uns:


Stabilität

Während unsere Laubwälder eine relativ hohe natürliche Stabilität besitzen, sind die Nadelholzbestände durch Sturm, Insektenkalamitäten und Dürre gefährdet.

Unser Ziel ist es, die Stabilität des Waldes zu erhöhen durch:


Vielfalt

Vielfalt im Wald bedeutet ein Neben- und Übereinander verschiedener Baumarten und Altersstufen auf gleicher Fläche. Die jüngeren Nadelholzbestände sind von diesem Ziel noch weit entfernt, während die große Arten- und Strukturvielfalt der Laubholzbestände im Stadtwald auch von Fachleuten anerkannt wird.

Selbstverständlich sollen seltenere Bäume, Sträucher und alle Bodenpflanzen ihre Nischen im Wald finden und bewahren können, falls notwendig, werden sie aktiv gefördert.

Für viele Tierarten, angefangen bei unseren im Stadtwald lebenden Großsäugern Reh- und Schwarzwild bis zu den unzähligen Insektenarten ist der Wald letzte Zufluchtsstätte.
Allerdings ist eine artgerechte, konsequente Bejagung besonders des Rehwildes zur Wahrung von Artenvielfalt und Verjüngungsfähigkeit des Waldes notwendig.

Vielfalt ist Bedingung für Anpassungsfähigkeit, und die wird unser Wald auch in Zukunft sehr nötig haben!

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