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Blick vom Münster


Klimaschutzaktivitäten in Hameln

Abseits von zähen und langwierigen Verhandlungen auf Bundes- und EU-Ebene engagiert sich die Stadt Hameln schon seit vielen Jahren freiwillig für den Klimaschutz. In der „Solarstadt des Nordens“ findet jährlich Norddeutschlands größte Solarfachmesse, die „Soltec“ statt.

Mit Hilfe städtischer Fördertöpfe wurden viele Jahre die Nutzung von regenerativer Energie und energetische Sanierungsmaßnahmen an Wohngebäuden gefördert. Im Ausschuss für erneuerbare Energien, Bau und Umwelt ist das Thema Klimaschutz ein ständiger Tagesordnungspunkt.

Seit 2007 unterstützt die Stadt Hameln die Initiative zur Gründung einer regionalen Klimaschutz-Agentur. Die Klimaschutzagentur Weserbergland hat zum 2. Januar 2011 ihre Arbeit in Hameln aufgenommen.

Am 05.03.2008 hat der Rat der Stadt Hameln beschlossen, dem europäischen Klimabündnis beizutreten, womit entscheidende Weichen in Richtung eines umfassenden kommunalen Klimaschutzes gestellt wurden. Die Mitglieder dieses europäische Städtenetzwerk mit mehr als 1.300 Städten und Landkreisen aus 17 europäischen Ländern haben sich dafür verbürgt durch Energiesparen, Steigerung der Energieeffizienz und durch die Nutzung erneuerbarer Energien ihre Treibhausgasemissionen kontinuierlich zu vermindern. Ziel ist, den CO2-Ausstoß alle fünf Jahre um 10 % zu reduzieren und über die Anstrengungen für den Klimaschutz regelmäßig Rechenschaft abzulegen. Mit der Unterzeichnung der Urkunde hat sich Oberbürgermeisterin Susanne Lippmann für die Stadt Hameln den Zielen dieses Klimabündnisses verpflichtet.

Kommunales Klimaschutzkonzept

Mit dem Ziel, mittelfristig eine prägnante CO2-Minderung zu erreichen und eine Richtschnur in Sachen Klimaschutz zu erhalten, wurde in der Stadtverwaltung beschlossen, ein kommunales Klimaschutzkonzept auszuarbeiten, welches alle klimarelevanten Bereiche und Sektoren der Kommune umfasst und die spezifischen Besonderheiten der Stadt berücksichtigt. Das Konzept wurde in Kooperation mit  der GWS Stadtwerke Hameln GmbH und unter Beteiligung von Hamelner Bürgerinnen und Bürger erstellt und im Juni 2010 fertig gestellt.  Um die örtlichen Potenziale zur Senkung der Emissionen zu ermitteln und diese ausschöpfen zu können, wurde im Vorfeld gemeinsam mit dem Landkreis Hameln-Pyrmont eine Energie- und CO2 Bilanz erstellt. Sie bildet die Basis für die Festlegung der kurz- und mittelfristigen Klimaschutzziele, die unter den derzeitigen Rahmenbedingungen erreichbar sind.

Teilkonzept zum Klimaschutz  „Fahrradfreundliche Stadt Hameln“

Junge Frau auf dem FahrradDie große und selbständige Stadt Hameln erhält vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU) im Rahmen der Klimaschutzinitiative eine Zuwendung für die Erarbeitung des Klimaschutzteilkonzeptes „Fahrradfreundliche Stadt Hameln“.

Die Stadt Hameln möchte sich zu einer fahrradfreundlichen Stadt entwickeln und so zu einer umweltfreundlichen und nachhaltigen Stadtentwicklung beitragen. Daher ist ein Teil des Verkehrsentwicklungsplans (VEP) von 1994 fortgeschrieben worden. Der VEP-Baustein Radverkehr wurde unter dem Leitmotiv „Fahrradfreundliche Stadt Hameln“ aktualisiert und um die aktuellen Klimaschutzbelange ergänzt.

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