Inhalt:
"Die Weserrenaissance ist die norddeutsche liebenswürdige Variante eines ernsten italienischen Architektur-Themas."
Bildkommentar: Stiftsherrenhaus (Detail)So könnte man den eigentümlichen Stil des 16. und frühen 17. Jahrhunderts beschreiben, dessen Bauten im gesamten Weserraum (u. a. Hämelschenburg) anzutreffen sind, die vor allem aber das Stadtbild von Hameln geprägt haben.
Typische Kennzeichen dieses Baustils sind die reich gegliederten Schau-Fassaden der zumeist giebelständigen Bürgerhäuser mit Voluten, Pyramiden, Obelisken, Kugelbesatz, Diamantschnitt- und Kerbschnitt-Steinen, Schmuckleisten mit Inschriften und Wappen, Masken und Neidköpfen und den eigenartigen Stand-Erkern ("Utluchten").
Bildkommentar: HochzeitshausDie Häuser oder die Fassaden sind meist aus Wesersandstein errichtet (Sandstein aus den Steinbrüchen in Obernkirchen ist überregional bekannt).
Musterbeispiele für diesen Baustil sind das Hochzeitshaus, Dempterhaus, Leisthaus, Stiftsherrenhaus und das Rattenfängerhaus.
TIPP: Im interaktiven Film „Hameln in der Zeit der Renaissance“ begegnen Sie Hamelner Persönlichkeiten bei einer Zeitreise in die Renaissance. Mit unserer gleichnamigen Erlebnisführung
"Renaissance erleben" können Sie die Zeit der Renaissance in Hameln
"erleben". Unsere Gästeführerin, in historischem Kostüm, versetzt Sie in das Jahr 1617 zurück.
Bildkommentar: Leisthaus (Detail: Lucretia).
Literaturempfehlungen:
„Die Weserrenaissance“, von Herbert Kreft und Jürgen Soenke, Verlag CW Niemeyer, 340 Seiten, 24,90 EUR
Artikel "Hamelner Baudenkmale - liebens- und lebenswert" (pdf-Datei, 3,7 MB)