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Tündern MühleBildkommentar: Der Weserradweg in Tündern
Tündern liegt im Süden Hamelns an einem Weserbogen. Die das annähernd kreisförmige Dorf umgebende Landschaft ist durch den Kiesabbau geprägt. Der bekannte Weserradweg führt direkt am Dorf entlang.
Als ein Wahrzeichen Tünderns gilt eine alte Mühle.

Tündern verfügt über eine Verlässliche Grundschule, eine Kindertagesstätte und weitere Infrastruktureinrichtungen, u. a. mehrere Einzelhandelsgeschäfte, Volksbank, Sparkasse und die Freiwillige Feuerwehr.

Im Jahr 2004 feierte Tündern sein 1.000jähriges Bestehen.

Wappen Tündern

Wappen

Durch schwarzen Balken längs gespaltener Schild.
Links auf silbernem Grund drei blaue Wasserwellen.
Rechts auf blauem Grund eine goldene gebundene Getreidegarbe.

Luftbild DWZ Tündern
Bildkommentar: Tündern aus der Luft  (Foto: Salzmann-FotoDesign UL-Charter-Renz)


Aus der Geschichte

Tündern MühleBildkommentar: Mühle in Tündern
Als Tundirum wird Tündern erstmals in einer Urkunde Heinrichs II. vom 20. Juli 1004 genannt, wonach das Kloster Kemnade, das Güter in Tündern hatte, in den Schutz des Reiches aufgenommen wurde.

1294 bezeugte Ludwig von Homburg, dass er seine Vogtei Tündern verpfändet habe. Im Mittelalter und der frühen Neuzeit befand sich die Hochgerichtsstätte des Amtes Ohsen bei dem Dorf Tündern auf dem sogenannten Tündernanger. Hier fand am 29. Oktober 1583 der letzte Akt eines Hexenprozesses statt, als man die Verurteilten lebendig verbrannte; die letzte Hinrichtung auf dem Tündernanger fand 1763 statt, ein Pferdedieb endete am Galgen.


Die Eisenbahnbrücke in Kirchohsen über die Weser mit Blick auf TündernBildkommentar: Blick auf die Weser und Tündern
1403 überließ Heinrich von Homburg seinem Neffen einen Teil der Herrschaft, zu der auch Tündern gehörte. Im 14. Jahrhundert hatte die Adelsfamilie von Hake erste Besitzungen in Tündern erworben. Der Ort wies schon im Mittelalter ein Kirche auf (1376 wird ein rector "ecclesiae in Tunderen" erwähnt).

Im Juli 1757, während der Schlacht bei Hastenbeck, hatte auch Tündern schwer zu leiden: neben Plünderungen und vernichteter Saat brannte auch eine ganze Anzahl von Gebäuden nieder. Die Annalen nennen einen Schaden von "34.000 Thalern".

1689 zählte man in Tündern, das damals zum Amt Ohsen gehörte, 468 Einwohner.

Anfang des 19. Jahrhunderts kam Tündern zu Börry, 1852 vom Amt Grohnde zum Amt Hameln. 1848 betrug die Einwohnerzahl 752 Personen bei 106 Wohngebäuden.

Einwohnerentwicklung

Tündern Blick vom OhrbergBildkommentar: Blick vom Ohrberg auf Tündern
16.06.1933: 1.043 Einwohner
13.09.1950: 2.044 Einwohner
31.12.1972: 2.162 Einwohner
31.12.2009: 2.985 Einwohner
(Quelle: Einwohnermeldedatei)

Luftbild von Tündern (Senkrechtaufnahme 2009)

Informationen über den Ortsrat erhalten Sie im Ratsinformationssystem.

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