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Afferde Kriegerdenkmal
Bildkommentar: Afferde Kriegerdenkmal 1. und 2. Weltkrieg
Afferde grenzt im Südosten an die Hamelner Kernstadt an. Die B 1 nach Hildesheim trennt den nördlich gelegenen kleinen alten Siedlungskern von den südlich gelegenen unfangreichen Neubaugebieten. Durch Afferde führt die Bahnlinie nach Hildesheim.
Durch den alten Ortsteil Afferdes fließt parallel zur Bundesstraße die Remte, die im Westen Afferdes in die Hamel mündet.

Zur Infrastruktur Afferdes gehört eine recht gute Einzelhandelsversorgung, eine Sparkasse, eine Verlässliche Grundschule, eine Kindertagesstätte und die Freiwillige Feuerwehr.

Wappen Afferde

Wappen

Quer geteilter Schild; oben auf grünem Grund ein halber weißer steigender Widder mit goldenem Gehörn und Hufen nach links, unten auf silbernem Grund ein durch den Querstrich geteiltes halbes schwarzes Kammrad/Zahnrad das in ein darunter liegendes kleineres eingreift.
Ob der Widder dem Wappentier der von Hastenbeke entlehnt ist, ist nicht nachweisbar, jedoch möglich; die ineinandergreifenden Kammräder deuten auf die im Ort ansässige Industrie hin, eventuell aber auch auf die früher im Ort gewesene Wassermühle.

Luftbild DWZ Afferde
Bildkommentar: Afferde aus der Luft  (Foto: Salzmann-FotoDesign UL-Charter-Renz)
rechts im Bild ist der alte Ortskern östlich der B 1 zu erkennen, unten das neue Gewerbegebiet Scheckfeldweg, in einem Bogen verläuft in der Mitte des Bildes die Bahnlinie nach Hildesheim


Aus der Geschichte

Auf dem Gebiet des heutigen Ortes sind Funde aus der jüngeren Steinzeit, Bronzezeit (sogenannter Hortfund von Afferde) und dem frühen Mittelalter gemacht worden, was auf eine, zumindest vereinzelte, frühe Besiedelung hinweisen könnte. Urkundlich erwähnt wird der Ort erstmals in einer (allerdings nicht datierten) um 1042 aufgesetzten Urkunde des Bischofs Bruno von Minden; eine auf  den 1. März 1231 datierte Urkunde erwähnt den Ort ebenfalls und in einer Aufzeichnung über die Einkünfte der Hamelner Kanoniker von 1311 wird zwischen Klein- und Groß-Afferde ("in parvo ... in magno affordia") unterschieden; das Dorf Klein Afferde wird in Sprengers "Geschichte der Stadt Hameln" (1826) in der Nähe der Hamelbrücke (Bundesstraße 1) vermutet. Dort sollen zwei Steine mit christlichen Symbolen gefunden worden sein, woraus man schloss, den Platz der alten Kapelle ausfindig gemacht zu haben - das Dorf Klein Afferde muss im Mittelalter aufgegeben worden sein. Alte Ortsnamen sind Afforde und Affordia.
Afferde St. Georg
Bildkommentar: ev.-lutherische Kirche St. Georg
Afferde Pfarramt
Bildkommentar: Pfarramt der ev.-luth. Kirchengemeinde


Im Mittelalter befand sich in Afferde eine dem Heiligen Georg geweihte Kirche. Gerhard von Schaumburg als Generalvikar des Bischofs von Minden bestätigt in einer Urkunde vom 1. Februar 1356 die Gründung und Ausstattung eines Altars in der Pfarrkirche zu Afferde durch den Kanonikus Jordan Hod.
Für das 13. und 14. Jahrhundert ist das Adelsgeschlecht derer von Afferde in zahlreichen Urkunden bezeugt; die letztmalig belegte Namensnennung, Ludolfus von Afferde, findet sich 1381, danach muß das Geschlecht ausgestorben sein.
1586 kam der Ort zum Amt Springe. Im Dreißigjährigen Krieg fiel die Afferder Kirche durchziehenden Truppen zum Opfer; dass Tilly selbst in Afferde war, beweist ein im Stadtarchiv erhaltener Brief vom 2. August 1625.
Afferde Hochhaus Leipziger Straße
Bildkommentar: Hochhaus Leipziger Straße (1970er Jahre)
1689 betrug die Einwohnerzahl 219 Personen, 1848 hingegen 423 und 72 Wohngebäude. Die Teilung der Ostermark Mitte des 19. Jahrhunderts bedeutete auch für Afferde eine Ausweitung des Gemeindelandes. 1852 wurde Afferde dem Amt Hameln zugewiesen. 1860 erfolgte auf der Hamelinsel "Zur Lust" die Errichtung einer mechanischen Spinnerei und Weberei. Durch Zusammenarbeit der Kreise Hameln, Holzminden und der Grafschaft Schaumburg entstand 1913 das Kraftwerk Afferde. Nach dem zweiten Weltkrieg hatte sich bis 1960 die Bevölkerung von Afferde gegenüber der Vorkriegszeit mehr als verdoppelt, was eine sehr rege Neubautätigkeit mit Bildung ganz neuer Siedlungsgebiete zur Folge hatte.

Einwohnerentwicklung

16.06.1933: 1.095 Einwohner
13.09.1950: 2.130 Einwohner
31.12.1972: 3.893 Einwohner
31.12.2000: 5.377 Einwohner
31.12.2009: 5.290 Einwohner
(Quelle: Einwohnermeldedatei)

Informationen über den Ortsrat erhalten Sie im Ratsinformationssystem.

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Luftbild von Afferde
Oben ist der alte Ortskern Afferdes zu erkennen, rechts das Gewerbegebiet Afferde-Ost an der B1 Richtung Hildesheim. Links der Ortschaft liegt das Gewerbegebiet Langes Feld (nördlich der Tennisplätze). Nordwestlich angrenzend geht Afferde in die Kernstadt Hameln über, zu erkennen an der großen Gewerbefläche. Im Bildrand oben links, nördlich der Bahnstrecke, ist das BHW-Gebäude zu sehen.



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