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Erfolgreiche Bilanz für die Stadt Hameln
Mit ehrgeizigen Plänen begann im November 2006 die neue Ratsperiode. In Schulen und Kitas sollte investiert, die Fußgängerzone erneuert und das Museum saniert werden. Und nicht zuletzt sollten auch die Schulden abgebaut werden. Inzwischen konnte ein Großteil der Ziele abgearbeitet werden.
Drei neue Schulmensen
Bildkommentar: Auch die Fassade des Schiller-Gymnasiums wurde saniert.Als besonderer Schwerpunkt der Rathaus-Politik galt (und gilt) der Schulbereich. Bereits unmittelbar nach dem Start der Ratsperiode hatte die Oberbürgermeisterin angekündigt, dass die drei städtischen Gymnasien eine Mensa erhalten sollten. Inzwischen konnten am Viktoria-Luise-Gymnasium, am Albert-Einstein-Gymnasium und am Schiller-Gymnasium moderne Mensen in Betrieb genommen werden (Kosten je Mensa ca. eine Million Euro). Als Schulträgerin hat die Stadt damit in überzeugender Weise auf die sich wandelnden Bedingungen in unseren Schulen reagiert, in denen heute über die Mittagszeit hinausgehend Unterricht in unterschiedlichen Formen angeboten wird. Die Mensen tragen dazu bei, dass Hameln sich als attraktiver Schulstandort behaupten kann.
Parallel zum Mensabau hat die Stadt Millionenbeträge in die Sanierung ihrer Schulen gesteckt. Dächer, Fassaden, Fenster und Fachunterrichtsräume wurden erneuert, zum Teil auch aus Mitteln des Konjunkturpakets II. Seit 2007 summiert sich das Budget für die städtischen Schulen auf mehr als 10 Millionen Euro jährlich – mit deutlich steigender Tendenz.
Im Schulbereich hat sich noch viel mehr getan: Der lang gehegte Wunsch nach einer IGS zur Abrundung des Schulangebotes in Hameln ist erfüllt, und die Nachmittagsbetreuung an den Grundschulen hat einen vorher nie erreichten Standard erlangt.
Krippenausbau
Es ist bundesweit das große Thema: Wie können wir die Betreuung von Kindern unter drei Jahren verbessern? Die Bundesregierung hat das Ziel formuliert, bis zum Jahr 2013 für jedes dritte Kind unter drei Jahren einen Krippenplatz vorzuhalten. Der Rat der Stadt hat darauf reagiert. Seit 2007 setzt die Stadt ein Fünf-Jahres-Programm für den sukzessiven Ausbau der Kinderbetreuung um. Mit Erfolg: Hameln kommt derzeit auf insgesamt 282 Krippenplätze. Die Vorgabe des Bundes ist damit schon jetzt erreicht (unter Einbeziehung der Betreuungsplätze bei Tagesmüttern).
Erneuerung der Fußgängerzone
Bildkommentar: Oberbürgermeisterin Susanne Lippmann nimmt symbolisch
den ersten Stein der Fußgängerzone auf.Die Hamelner Fußgängerzone ist in die Jahre gekommen – das Pflaster aus den siebziger Jahren ist an vielen Stellen defekt, die technische Infrastruktur im Untergrund gilt als marode. Oberbürgermeisterin Susanne Lippmann ist es gelungen, EU-Mittel in Höhe von zwei Millionen Euro für die Erneuerung der Fußgängerzone einzuwerben. Aus Sicht der Rathaus-Chefin ein großer Erfolg – denn: Der Fördertopf umfasst insgesamt nur 42 Millionen Euro für derartige Projekte in ganz Niedersachsen und war dreieinhalb Mal überzeichnet.
Insgesamt kosten die Arbeiten an der Fußgängerzone ca. fünf Millionen Euro. Die Bauarbeiten im Bereich Pferdemarkt sind inzwischen abgeschlossen; Besucher können hier schon die neue Fußgängerzone bewundern. Derzeit wird in der Osterstraße gebaut (Fertigstellung nach derzeitigem Zeitplan ca. Mitte April 2012). Anschließend gehen die Arbeiten in der Bäckerstraße weiter.
Modernisierung des Museums
Auch bei der Modernisierung des Hamelner Museums ist eine große Hürde genommen worden: Die Stadt hat EU- und Landesmittel in Höhe von zwei Millionen Euro lockermachen können. Die Rathaus-Chefin hatte persönlich in Hannover für das Museum gekämpft.
Für das Museum mit einer Ausstattung aus den sechziger Jahren und den beiden historischen Gebäuden Stiftsherren- und Leisthaus bestand großer Handlungsbedarf; dank der EU- und Landesmittel sowie großzügiger Unterstützung durch den Museumsverein und durch Stiftungen konnten die Modernisierungsarbeiten starten. Ein Schwerpunkt ist die Neukonzeption der Dauerausstellung.
Am 12. November wird das Museum wieder geöffnet. Zu einem offiziellen Festakt am 13. Dezember werden der Niedersächsische Ministerpräsident David McAllister und die Ministerin für Wissenschaft und Kultur, Prof. Johanna Wanka, erwartet.
Schuldenabbau
Es ist eine Nachricht, die in Zeiten der Finanzkrise nicht selbstverständlich ist: Nach wie vor kann sich die Stadt Hameln entschulden. Trotz großer Projekte wie Museum und Fußgängerzone ist es der Stadt gelungen, den Schuldenstand seit Jahresbeginn 2007 bis heute um rund 5,3 Millionen Euro zu verringern. Sorge bereitet der Rathaus-Chefin jedoch der – u. a. durch die Finanz- und Wirtschaftskrise verursachte – Fehlbetrag im Ergebnishalt der Stadt.
Familie im Zentrum
Mit dem Aufbau und der inhaltlichen Gestaltung des Projekts „Familie im Zentrum“ reagiert die Stadt Hameln auf die derzeitigen sozialpolitischen Herausforderungen. Kinder, Jugendliche und Familien brauchen familienfreundliche Städte, in denen sich Familien wohl fühlen und Kinder willkommen sind.
Neben Rahmenbedingungen, die eine Vereinbarkeit von Familie und Beruf ermöglichen, brauchen Familien auch umfassende Netzwerke, die ihnen im Alltag unter die Arme greifen. Das bedeutet eine kinder- und familienfreundliche Ausrichtung der kommunalen Aufgaben und eine Vernetzung sämtlicher Angebote.
Mit dem Projekt „Familie im Zentrum“ wird das Zusammenspiel von Kindertageserziehung, Schule sowie Kinder- und Jugendarbeit zeitgemäß gestaltet und um Angebote vieler sozialer Partner ergänzt.
Das Projekt „Familie im Zentrum“ ist auf zwei Ebenen umgesetzt worden: Zum einen arbeiten Familienbüros in bestehenden Kindertageseinrichtungen, die als Anlauf- und Servicestellen für Familien im Stadtteil fungieren. Zum anderen konnte im Mai 2011 die Einrichtung „Familie im Zentrum“ eröffnet werden – ein großes Familienservicezentrum mitten in der Fußgängerzone Hamelns.
Ohne das Engagement der Eugen-Reintjes-Stiftung wäre das Projekt „Familie im Zentrum“ in diesem Umfang nicht umsetzbar gewesen. Die Stiftung hatte die Kosten für den Erwerb und den Umbau des „Hauses Held“ in der Osterstraße übernommen; sie unterstützt die Arbeit der Familienbüros in den Stadtteilen und fördert das Gesamtprojekt.
Tag der Niedersachsen
Niedersachsens Innenminister Uwe Schünemann sprach von einem „Riesenerfolg“: Annähernd 300 000 Menschen haben im Juni 2009 in Hameln ein Landesfest der Superlative erlebt.
Bildkommentar: Für die Organisation des Tages der Niedersachsen gab es Lob
von Innenminister Uwe Schünemann (links).Der Tag der Niedersachsen in der Rattenfängerstadt hat alle Erwartungen und Wünsche übertroffen.
Oberbürgermeisterin Susanne Lippmann äußerte sich unmittelbar nach der Großveranstaltung hoch zufrieden, dass Hameln sich so vielen Gästen präsentieren und landesweit punkten konnte.
Zu den besonderen Höhepunkten zählten eine Lasershow an der Weser und der große Trachten- und Festumzug. Der Tag der Niedersachsen stand ganz im Zeichen der 725-Jahr-Feier der Rattenfängersage.
Klimaschutz
Die Stadt Hameln hat ein sehr ambitioniertes Klimaschutzkonzept erarbeitet; einzelne Bausteine werden derzeit umgesetzt. Das jüngste Projekt, das Solardachkataster, findet großen Anklang. Unter Beteiligung auch der Stadt Hameln wurde die Klimaschutzagentur Weserbergland gegründet.