Inhalt:
Quedlinburg - Hamelns "Unions-Partnerstadt" seit 1990
Bildkommentar: Kaiserfrühling
Foto: Chris WohlfeldtIm April 1990 schlossen sich die Städte Celle, Hameln, Hannoversch Münden, Herford und Quedlinburg (Sachsen-Anhalt) zu einer Städte-Union zusammen, die dem Aufbau und der Pflege freundschaftlicher Beziehungen zwischen den Menschen in Deutschland dienen soll. Die Partnerstädte Quedlinburgs halfen bei der Entwicklung eines demokratischen Gemeinwesens und förderten den Aufbau der kommunalen Selbstverwaltung Quedlinburgs.
Mit einem historisch bebauten Stadtkern, der sich über mehr als 80 ha erstreckt, gehört Quedlinburg am Ostrand des Harzes zu den größten Flächendenkmalen in Deutschland.
Sein geschlossener mittelalterlicher Stadtgrundriss und sein riesiger Bestand an Fachwerkhäusern dokumentieren mehr als sechs Jahrhunderte Fachwerkbau in einer einzigartigen Qualität und Quantität. Bauten aus allen Stil- und Zeitepochen machen Quedlinburg zu einem Musterbeispiel der Entwicklung des Fachwerkbaus schlechthin.
Bildkommentar: Schlossberg und Stiftskirche
Foto: Rosi RadeckeDie Stiftskirche St. Servatius mit ihrem berühmten Domschatz, die tausendjährige Wipertikirche und die Reste des Marienklosters auf dem Münzenberg erinnern an die Priorität, die dieser Ort für die ottonischen Herrscher des 10. Jahrhunderts besaß. Mit der Königswahl des Sachsenherzogs Heinrich im Jahre 919 wurden die Grundlagen für das Entstehen des ersten deutschen Staates gelegt. In seiner Lieblingspfalz auf dem Quedlinburger Schlossberg wurde er 936 begraben. Das im gleichen Jahr von seiner Witwe Mathilde gegründete reichsunmittelbare Frauenstift entwickelte sich zu einer hochrangigen politischen und kulturellen Metropole des Reiches. Als Osterpfalz der ottonischen Kaiser, als Ort bedeutender Hoftage und Synoden stand Quedlinburg für mehr als 100 Jahre im Mittelpunkt des Geschehens.
Im Dezember 1994 wurde die Altstadt von Quedlinburg mit Schlossberg und Stiftskirche von der UNESCO in die Liste des Welt- und Naturerbes der Menschheit aufgenommen. In der Begründung dazu heißt es:
"Die Altstadt von Quedlinburg gilt mit ihren 1200 Fachwerkhäusern aus sechs Jahrhunderten und dem mittelalterlichen Stadtgrundriss als außergewöhnliches Beispiel für eine europäische mittelalterliche Stadt. Die Stiftskirche St. Servatius mit den Gräbern des ersten deutschen Königs Heinrich I. und seiner Frau Mathilde sowie dem kürzlich zurückgekehrten Domschatz ist ein architektonisches Meisterwerk der Romanik."Mehr Informationen über Quedlinburg:
www.quedlinburg.de