Inhalt:
Digitalisierung und Aktualisierung des Flächennutzungsplanes der Stadt Hameln 2006
Der Flächennutzungsplan (FNP) der Stadt Hameln ist auf eine digitale Grundlage umgestellt worden, um die künftige Arbeit mit dem Plan zu erleichtern.
Inhalte des Flächennutzungsplanes
Der Flächennutzungsplan ist die Grundlage für die städtebauliche Entwicklung. Er stellt die Gesamtfläche der Stadt Hameln dar und legt fest, wie die verschiedenen Bereiche des Stadtgebiets genutzt werden können.
Der Flächennutzungsplan gibt beispielsweise Auskunft:
- wo Wohn- und Gewerbeflächen bestehen,
- wo Grün- und Freizeitangebote sowie Infrastruktureinrichtungen bestehen,
- wie Überschwemmungsgebiete, Landschafts- und Naturschutzgebiete etc. abgegrenzt sind,
- welche Hauptverkehrsanbindungen vorhanden sind.
Die Inhalte des Flächennutzungsplanes müssen den Zielen folgender Programme entsprechen:
a) Regionales Raumordnungsprogramm des Landkreises Hameln-Pyrmont (RROP)
b) Landesraumordnungsprogramm Niedersachsen (LROP)
Aktualisierung des Flächennutzungsplanes
Da der bis Juli 2006 gültige Flächennutzungsplan bereits 1977 erstellt wurde, war mit der Digitalisierung auch eine Aktualisierung verbunden:
- Einige der damaligen Planungsziele hatten sich überholt, beispielsweise die Planung einer Bundesautobahn im Osten Hamelns, und wurden herausgenommen.
- Neue Planungen sind hinzugekommen, wie z. B. die Südumgehungstrasse, und wurden aufgenommen.
Auch die Fachplanungen für den Landschafts- und Naturschutz, Wasserschutz sowie die Überschwemmungsgebiete wurden berichtigt.
Darüber hinaus wurden für die Wohn- und Gewerbeflächen, in denen zwar bereits Gebäude oder Nutzungen, aber bisher noch keine Darstellungen im Flächennutzungsplan bestehen, Anpassungen vorgenommen.
Neue Planungen für Wohnbau- oder Gewerbeflächen wurden demgegenüber nicht aufgenommen. Die hierfür notwendigen verlässlichen Datenermittlungen und vergleichende Standortanalysen hätten den zeitlichen Rahmen dieser Änderung des Planes gesprengt.
Darüber hinaus bestehen derzeit in Baugebieten und in unbeplanten Ortslagen ausreichende Flächenreserven. Diese sollen künftig mit dem Ziel einer nachhaltigen Stadtentwicklung stärker mobilisiert, d. h. genutzt werden.
Neben den inhaltlichen Berichtigungen und Anpassungen ist auch eine
Vereinfachung der Darstellungstiefe erfolgt. Der bisherige Plan war sehr detailliert und wies Baugebiete mit Ausnutzungsziffern wie Geschossflächenzahlen und Baumassenzahlen aus. Dieser Detaillierungsgrad ist für einen Flächennutzungsplan eher unüblich, denn üblicherweise werden diese Festlegungen erst auf der Ebene von Bebauungsplänen getroffen. Jetzt werden daher nur noch Bauflächen dargestellt,
z. B.
statt "Reines Wohngebiet" und "Allgemeines Wohngebiet" nur noch "Wohnbauflächen"
statt "Gewerbegebiet" und "Industriegebiet" nur noch "gewerbliche Bauflächen".
Da der Flächennutzungsplan keine unmittelbaren Außenwirkungen hat - er ist sozusagen ein Behördenplan - ergaben sich für die Bürgerinnen und Bürger keine Auswirkungen. Die bestehenden Bebauungspläne waren ebenfalls nicht betroffen.
Verfahren
Es wurde zunächst die frühzeitige Bürgerbeteiligung und eine erste Beteiligung der Träger öffentlicher Belange durchgeführt. Im Zeitraum vom 13.10.2003 bis 10.11.2003 konnte man sich auch direkt vor Ort in der Abteilung Stadtentwicklung und Planung informieren und Anregungen mitteilen.
Der Flächennutzungsplan wurde am 4.7.2006 von Nds. Ministerium für Soziales, Frauen, Familie und Gesundheit genehmigt.
Mit der ortsüblichen Bekanntmachung im Amtsblatt für den Landkreis Hameln-Pyrmont am 20.07.2006 wurde der Flächennutzungsplan rechtskräftig.

F-Plan (Stand: 20.07.2006) zum Downloaden:
Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an die
Abteilung Stadtentwicklung und Planung.