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Donnerstag, 19.08.2010 17:02 Uhr
„Soltec“ präsentiert jetzt auch Geothermie
Größte Spezialmesse für Sonne & Energie
Willkommen zur Soltec, der größten Spezialmesse Norddeutschlands für Sonne & Energie! Vom 26. bis 29. August steht die Rattenfängerstadt Hameln zum 15. Mal ganz im Zeichen der vielbeachteten Ausstellung. Erstmals startet die Messe in diesem Jahr mit dem neuen Schwerpunkt Geothermie. Messe-Veranstalter Rainer Timpe rechnet an den vier Messetagen mit insgesamt mehr als 16.000 Besuchern.
„Die erneuerbaren Energien haben seit ihrer Markteinführung nicht nur quantitativ eine stürmische Entwicklung erlebt, sondern auch aus technologischer Sicht Fortschritte erzielt, die noch vor zehn Jahren kaum absehbar waren." Diese Bilanz hat jetzt Jörg Mayer, Geschäftsführer der Agentur für Erneuerbare Energien, gezogen. Hintergrund dieser Entwicklung sind Fördermaßnahmen wie das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) oder auch die Zuschüsse für regenerative Heizanlagen aus dem Marktanreizprogramm, über die auch auf der Soltec informiert wird.
Die Spezialmesse wird in diesem Jahr erstmals um den Schwerpunkt Geothermie erweitert. Niedersachsens Umweltminister Hans-Heinrich Sander (FDP) hatte bei der Soltec 2009 angeregt, dieses Marktsegment auf der Fachmesse zu verankern und eine finanzielle Förderung zugesagt.
Soltec-Veranstalter Rainer Timpe geht davon aus, „dass die im Vorjahr erreichte Besucherzahl von 16.000 überschritten wird, denn steigende Energiekosten sorgen dafür, dass sich immer mehr Endverbraucher für kostensenkende Sparmaßnahmen wie Wärmedämmung oder Nutzung der in der Umwelt vorhandenen Energie entscheiden“. Soltec-Besucher seien meistens sehr gut vorbereitet, berichtet Timpe, „sie kommen mit ganz gezielten Fragen, und häufig sorgt der Messekontakt für Anschlussaufträge.“
Insbesondere die Module für Photovoltaik glänzen derzeit mit kräftigen Preisrückgängen. Lagen die Systemkosten für Photovoltaik vor 20 Jahren noch bei 14.000 Euro pro Kilowatt, mussten Ende 2009 nur noch gut 3.000 Euro für die gleiche Leistung bezahlt werden. Die Wirkungsgrade der Solarzellen sind zudem in den vergangenen Jahren stetig gestiegen. Heute werden Anlagen errichtet, die meist einen Wirkungsgrad von 16 bis 17 Prozent haben. Timpe: „Und wer heute in eine Photovoltaik-Anlage installiert, kann aufgrund der Einspeisevergütung mit seinem investierten Kapital weitgehend risikofrei eine sehr gute Rendite erzielen.“
Die in den vergangenen Jahren ständig gestiegenen Energiepreise haben privaten und öffentlichen Haushalten längst das Gesetz des Handelns aufgezwungen. Wer seine Ausgaben für Wärme und Strom in Grenzen halten und gleichzeitig den Ausstoß des Klimakillers Kohlenstoffdioxid senken will, muss sich für erneuerbare Energien interessieren – ihnen gehört die Zukunft. Wirtschaftlich am interessantesten ist für den Endverbraucher gegenwärtig die Energieproduktion durch Photovoltaik-Anlagen, weil der erzeugte Strom nicht selbst verbraucht wird, sondern ins öffentliche Stromnetz eingespeist und von den Netzbetreibern nach den Tarifen des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) vergütet wird. Der Preis, den die Netzbetreiber bei der Abnahme des Solar-Stroms 20 Jahre lang konstant zahlen müssen, liegt deutlich über dem, den der Verbraucher selbst für die Kilowattstunde Strom zu zahlen hat.
Hohe Wachstumsraten hat der Solarbranche der Einsatz modernster Kombi-Anlagen beschert, die Sonnenergie sowohl zur Warmwasseraufbereitung als auch zum Heizen nutzen und damit den Preis für den Einkauf von Energie um rund 60 Prozent senken können. Da seit dem 20. Februar 2009 innovative Technologien zur Wärme- und Kälteerzeugung aus Erneuerbaren Energien besonders gefördert werden, lassen sich durch eine intelligente Kombinierung von Solarthermie-Anlage und modernem Brennwertkessel Zuschüsse bis zu rund 9.000 Euro erreichen.
Ein wichtiges Thema für Hausbesitzer wurde in den vergangenen Jahren auch das „Heizen mit Holz“, dem die Soltec deshalb längst einen eigenen Schwerpunkt gewidmet hat. Auch wenn der Preis für Pellets oder Kaminholz gestiegen ist, von den Preisen für Öl oder Gas ist er noch weit entfernt. Und wer beim Heizen auf Pellets umsteigt, kann nicht nur seine Heizkosten senken sondern je nach Technik auch eine Förderung von bis zu 2.500 Euro in Anspruch nehmen.
Weiter in den Vordergrund rücken mittlerweile auch die Wärmepumpen, die sich Energie aus dem eigenen Gartenboden, dem Grundwasser oder der Umgebungsluft holen und sie für die Warmwasseraufbereitung oder das Heizen ins Haus liefern, was den Kostenfaktor um die Hälfte senken kann. Und natürlich fehlt auf der Soltec auch das Thema „Nawaro“ nicht, der Bereich der nachwachsenden Rohstoffe, in dem es um Energie aus Biomasse geht. Eine Fachtagung konzentriert sich speziell auf diesen Punkt.
Und weil auch die effizientesten Methoden der Energienutzung verpuffen, wenn Häuser nicht vernünftig wärmegedämmt sind, bieten etliche Aussteller die gesamte Palette der biologischen und natürlichen Dämmstoffe an. Hinzu kommt in diesem Jahr wieder ein Vortragsprogramm mit ausgewiesenen Experten ihres Fachs und der Möglichkeit, sich intensiv über Technik und Finanzierung der Zukunft moderner Energieproduktion im eigenen Haus zu informieren.
Rainer Timpe: „Nutzen Sie Ihre Chancen, sich auf der Soltec über die neuesten Entwicklungen im Bereich der erneuerbaren Energien zu informieren. Drei Vorteile bietet die Ausstellung: Erstens umfangreiche Möglichkeiten der Information über einen sich ständig wandelnden Energiemarkt, um die Energiekosten im Griff zu behalten, zweitens einen aktiven Beitrag zum Klimaschutz zu leisten und damit drittens der nächsten Generation mit gutem Gewissen ins Auge schauen zu können.“
Das Erfolgskonzept der Messe, die in diesem Jahr zum 15. Mal stattfindet, erklärt Timpe mit der großen Bandbreite der Themen und Aussteller, die nicht nur aus der Region, sondern aus ganz Deutschland stammen und teilweise international aufgestellt sind. Mit ihnen bleibe die Soltec auch in Zukunft die ideale Informationsplattform rund um das Thema „Erneuerbare Energien“.
Die Soltec in den Messehallen am Weserbergland-Zentrum in Hameln öffnet ihre Tore vom 26. bis 29. August von 10 bis 18 Uhr. Eintritt: Tageskarte 8 Euro, ermäßigte Karte für Schüler, Studenten und Besucher mit Behinderung 5 Euro, Kinder bis 15 Jahre mit Begleitung und Schulklassen mit Lehrkraft haben freien Eintritt.
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