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Dienstag, 09.03.2010 14:30 Uhr
Schulweg in Tündern soll sicherer werden
Oberbürgermeisterin setzt sich ein
Eltern und Schüler in Tündern können aufatmen: Der Schulweg soll sicherer werden. Mehr noch: Die Stadt will nun sogar in eine Ampel investieren. Noch vor den Sommerferien soll die Signalanlage an der Straße In der Korn in Höhe der Langen Straße installiert werden. Oberbürgermeisterin Susanne Lippmann freut sich: "Endlich kann die Situation für die schwächsten Verkehrsteilnehmer verbessert werden."
Nachdem im vergangenen Jahr zwei Mädchen von einem Auto angefahren wurden, hatten sich Eltern in Tündern für einen Zebrastreifen stark gemacht. „Nein“, lautete dazu die Reaktion aus dem Rathaus. Die Stadt begründete ihre Haltung mit dem Ergebnis von Verkehrszählungen, nach denen die für einen Zebrastreifen geforderten Zahlen nicht erreicht werden.
Für Oberbürgermeisterin Susanne Lippmann war nach eigenen Worten sofort klar, „dass das für die Eltern völlig unbefriedigend ist“. Sie hatte daraufhin angeregt, das Thema erneut auf die Tagesordnung der „Verkehrsbesprechung“ zu setzen – ein Gremium, in dem Vertreter von Polizei, Stadt, Öffis und Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr regelmäßig über Problempunkte im Straßenverkehr beraten.
Das Ergebnis der erneuten Beratungen: Für Tündern wird nun doch Handlungsbedarf gesehen. Die Verkehrsexperten begründen die Kehrtwende mit der bevorstehenden Sanierung des Westteils der Münsterbrücke. Dadurch werde es in Hameln zu Behinderungen kommen – was wiederum Autofahrer veranlassen würde, den Engpass Weserbrücke weiträumig über Kirchohsen und Tündern zu umfahren. „Für die nächsten Jahre müssen wir daher für Tündern mit einem deutlich höheren Verkehrsaufkommen rechnen“, heißt es aus der Verkehrsbesprechung.
Da dies nicht zu Lasten der schwächsten Verkehrsteilnehmer gehen dürfe, müsse nun gehandelt werden. Und: Wenn etwas geschehe, dann müsse gleich eine Ampel installiert werden, weil ein Zebrastreifen oft nur eine trügerische Sicherheit biete. Die Verkehrsexperten rennen damit bei Rathaus-Chefin Susanne Lippmann offene Türen ein: „Ich bin sehr glücklich, dass wir endlich etwas für die Schulkinder in Tündern tun können.“