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Mittwoch, 27.01.2010 17:23 Uhr
Alle warten auf die Südumgehung
Stadt legt Luftreinhalteplan vor
Wie kann die Luft in Hameln sauberer werden? Einen einfachen Weg gebe es nicht, eher eine „Politik der kleinen Schritte“, sagte Antje Janssen vom Gutachterbüro LK Argus Kassel GmbH vor den Mitgliedern des Ausschusses für erneuerbare Energien, Bau und Umwelt. Der Fachausschuss beschäftigte sich in seiner jüngsten Sitzung mit dem Entwurf des Luftreinhalteplans der Stadt Hameln.
Um die Luftqualität vor Ort zu beurteilen, hatte sich die Stadt Hameln im Jahr 2005 beim Niedersächsischen Umweltministerium für die Aufstellung einer Messstation eingesetzt. Die Station wurde im Herbst 2006 an der Deisterstraße aufgestellt und die Luftbelastung durch Feinstaub, Stickoxide und weitere umweltrelevante Parameter erfasst. Ergebnis: Der Grenzwert für Feinstaub lag im Jahr 2007 deutlich unter der zugelassenen Überschreitungshäufigkeit von 35 Tagen im Jahr.
Allerdings wurden Überschreitungen des Grenzwertes für Stickstoffdioxid gemessen. Zulässig sind im Jahresmittel 40 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft, Hameln kam jedoch auf einen Wert von 71 Mikrogramm – für die Stadt der Grund, einen Luftreinhalteplan zu erarbeiten.
Und der liegt nun vor: 89 Seiten stark, mit vielen Zahlen, Tabellen und Vorschlägen für eine Verbesserung der Luftqualität in Hameln. Für die Mitglieder des Ausschusses für erneuerbare Energien, Bau und Umwelt war klar: Den großen Durchbruch bei der Reduzierung von Stickstoffdioxid- und Feinstaubwerten werde es erst dann geben, wenn die geplante Südumgehung realisiert wird.
Der Entwurf des Luftreinhalteplans liegt vom 1. Februar bis zum 1. März im Rathaus aus. Bis zum 15. März besteht die Möglichkeit, bei der Stadt schriftliche Stellungnahmen, Hinweise und Anregungen einzureichen.