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Dienstag, 29.09.2009 12:23 Uhr
Behörden kämpfen gegen Schwarzarbeit
Schwerpunktkontrollen auf Straßenbaustellen
Die Tour, die der Außendienstmitarbeiter des Landkreises, Eckhard Schale, für den diesjährigen landesweiten Aktions-tag gegen Schwarzarbeit zusammengestellt hatte, hatte es in sich. Trotz gemeinsamer Abfahrt um 7.30 Uhr am Kreishaus mit den Mitarbeitern der Finanzkontrolle Schwarzarbeit des Zolls konnte das Team bis zum Ende der Aktion um 15 Uhr nicht alle „Objekte“ abarbeiten.
Der Hauptgrund dafür: Das Team traf sehr viele Handwerker an den jeweiligen Einsatzorten an und kontrollierte sie. Außerdem gingen die Mitarbeiter einer aktuellen Anzeige nach, die sie während der Aktion auf dem Handy erreichte.
Insgesamt sind elf Baustellen überprüft worden. Die Behördenmitarbeiter kontrollierten dabei 63 Personen von 23 Firmen. Erfreuliches Ergebnis der Aktion: Lediglich ein Hinweis auf einen möglichen Mindestlohnverstoß und fünf Verdachtsfälle von Sozialleistungsmissbrauch wurden festgestellt. Das zeigt, dass die kontinuierlichen Kontrollen des Früchte tragen. Die Verdachtsfälle werden im Nachhinein weitere Ermittlungen nach sich ziehen, denn Schwarzarbeit ist kein Kavaliersdelikt. Sollten sich die Verdachtsmomente erhärten, drohen den Betroffenen empfindliche Bußgelder bis zu einer Höhe von 300000 Euro. Je nach Schwere des Vergehens käme, da Schwarzarbeit ein Straftatbestand ist, sogar eine Freiheitsstrafe in Betracht.
Schwarzarbeit verhindert die Entstehung neuer Arbeitsplätze und damit den Abbau der Arbeitslosigkeit. Außerdem belastet sie in erheblichem Umfang die Sozialkassen. Aber auch für die Sicherung bestehender Arbeitsplätze und zum Schutz des heimischen Handwerks ist die Schwarzarbeitsbekämpfung wichtig.
Die hohe Akzeptanz in der Bevölkerung für die Aktion zeigt, dass das Vorgehen gegen Schwarzarbeit als wichtig empfunden wird und ausdrücklich erwünscht ist. „Das Ergebnis unserer Überprüfungen und die Zustimmung der überprüften Personen motivieren uns. Sie belegen, dass wir auf dem richtigen Weg sind“, resümiert Eckhard Schale.
Auch in der Stadt Hameln sind im Rahmen des Aktionstages Kontrollen durchgeführt worden. Dabei wurden bei 15 Objekten 19 Firmen und 44 Personen kontrolliert. Dabei wurden zehn Verdachtsfälle ermittelt.