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Freitag, 10.07.2009   12:15 Uhr
 

Kanalnetz in einwandfreiem Zustand

Verwaltung widerspricht CDU-Fraktionschef

Mit Kopfschütteln hat die Stadt Hameln Aussagen des CDU-Fraktionsvorsitzenden Claudio Griese aufgenommen, wonach aufgrund von Problemen im Kanalnetz erhebliche Mehrkosten bei der Erneuerung der Fußgängerzone drohten. „Das Kanalnetz befindet sich in einem einwandfreien, betriebssicheren Zustand und ist ausreichend dimensioniert“, sagt Stadt-Pressesprecher Thomas Wahmes.
 
Mit seinen Aussagen sorge der Politiker für Verunsicherung bei Bürgerinnen und Bürgern, „und das können wir jetzt überhaupt nicht gebrauchen“. Griese hatte sich auf Aussagen eines namentlich nicht genannten Ingenieurs berufen, der zu der Erkenntnis gelangt sei, dass wegen eines zu geringen Durchmessers der Kanalrohre die Sicherheit nicht mehr gewährleistet werden könne und sogar „Überflutungen“ in der Innenstadt drohten.

Im Rathaus hat diese Einschätzung für Unverständnis gesorgt. „An Herrn Griese scheinen alle Informationen vorbeigegangen zu sein“, so Wahmes. Bereits in den Jahren 1995 bis 2003 habe die Stadt einen 2,7 Kilometer langen Entlastungskanal gebaut, der vom Bahnhofsplatz über Karlstraße, Süntelstraße und Fischbecker Straße bis zur Jugendherberge verlaufe. Insgesamt 10,5 Millionen Euro habe die Stadt investiert, um Abwässer um die Altstadt herum zu leiten.

Mit seiner Vermutung, die Stadt klammere das Thema Kanalnetz aus, um weitere Kostensteigerungen bei der Erneuerung der Fußgängerzone zu vermeiden, liege der CDU-Fraktionsvorsitzende „total daneben“. Selbst wenn Kosten für eine Sanierung des Kanalnetzes anfielen, würden diese im Gebührenhaushalt veranschlagt und nicht das Projekt Fußgängerzone belasten, stellt der städtische Pressesprecher klar. „Das sollte ein Fraktionsvorsitzender wissen."

Hintergrund


Die Stadt hat zuletzt im vergangenen Jahr zur Vorbereitung des Projekts Fußgängerzone gezielt das Kanalnetz im Bereich Pferdemarkt und Hochzeitshaus untersucht. Ergebnis: Der Kanal gilt als „betriebssicher“ und befindet sich in einem guten Zustand. Festgestellt wurden lediglich kleinere Schäden, die bis Ende dieses Jahres behoben werden sollen. An einigen Stellen muss allerdings gebuddelt werden – diese Arbeiten sollen erfolgen, wenn die Fußgängerzone erneuert wird und das Pflaster ohnehin aufgerissen werden muss. Die Kosten beziffert die Verwaltung mit 110.000 Euro (bezogen auf den ersten Bauabschnitt Pferdemarkt). Die Gelder werden über den Gebührenhaushalt Abwasser abgerechnet und gehen nicht auf das Konto der Fußgängerzone. Die Rathausexperten stufen die Arbeiten als laufende Unterhaltung ein, die auch ohne eine Erneuerung der Fußgängerzone erforderlich wären.

Auch die Hausanschlüsse im Bereich Pferdemarkt waren untersucht worden. Dabei hat eine Fachfirma Schäden an acht Hausanschlüssen festgestellt, die als Sofortmaßnahmen bereits im Dezember und Januar behoben wurden. Die Kosten dafür tragen die Eigentümer. Weitere Schäden an insgesamt 30 bis 40 Hausanschlüssen müssen noch im zweiten Halbjahr 2009 repariert werden. Die Stadt will hier in Kürze an die betroffenen Eigentümer herantreten. Experten der Stadt werden die Eigentümer beraten, um eine möglichst schnelle und kostengünstige Lösung zu erreichen.

In den Abschnitten Osterstraße und Bäckerstraße wird die Stadt noch bis Ende dieses Jahres eine detaillierte Untersuchung des Kanalnetzes und der Hausanschlüsse in Auftrag geben. Große Überraschungen erwarten die Experten nicht, da bereits im Jahr 2005 dieser Bereich im Rahmen regelmäßiger Untersuchungen per Kanal-TV überprüft wurde.

Wenn Sie den direkten Draht wünschen:

(gilt nur für Medienanfragen)
 
Pressesprecher Thomas Wahmes erreichen Sie unter der Telefonnummer (0 51 51)
2 02-13 19 oder per E-Mail unter pressestelle@hameln.de.

Medienlinks:


Pressemitteilungen der Hameln Marketing & Tourismus GmbH

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