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Dienstag, 02.12.2008 11:58 Uhr
"Wir wollen den LUFA-Standort nicht aufgeben"
Oberbürgermeisterin: Stadt hat Interesse an qualifizierten Arbeitsplätzen
Oberbürgermeisterin Susanne Lippmann macht sich für den Erhalt der Landwirtschaftlichen Untersuchungs- und Forschungsanstalt (LUFA) in Hameln stark.
In einem Schreiben an den Präsidenten der Landwirtschaftskammer Niedersachsen, Friedrich Scholten, betont die Verwaltungschefin, sie sehe keinen zwingenden Grund für eine Verlegung des Instituts nach Oldenburg, zumal die Geschäftsergebnisse am Standort Hameln positiv seien. Medienberichten zufolge ist die Zukunft der LUFA in Hameln ungewiss. Innerhalb der Landwirtschaftskammer gebe es Bestrebungen, das kammereigene Institut am Finkenborner Weg aufzulösen und die Einrichtung in den LUFA-Standort Oldenburg zu integrieren.
In einem Gespräch mit dem Hamelner Institutsleiter Dr. Yehia Matter und Michael Roepke vom Personalrat hatte sich Susanne Lippmann über die Situation vor Ort informiert. „Wir wollen den LUFA-Standort Hameln nicht aufgeben“, erklärte die Oberbürgermeisterin im Anschluss an das Treffen.
Auch in ihrem Schreiben an den Präsidenten der Landwirtschaftskammer verweist Susanne Lippmann darauf, dass die Stadt ein großes Interesse an qualifizierten Arbeitsplätzen in Hameln habe. „Anders als der Oldenburger Raum ist das Weserbergland als strukturschwach zu bezeichnen“, betont die Oberbürgermeisterin. Die Vernichtung dieser Arbeitsplätze in Hameln „ohne zwingenden Grund“ habe daher nicht zu unterschätzende Auswirkungen.
Um die Aufgaben aus Hameln aufnehmen zu können, soll nach Informationen der Oberbürgermeisterin in Oldenburg ein Anbau für rund 6,5 Millionen Euro erstellt werden. Dieser Schritt sei angesichts des sehr guten Zustands des vorhandenen Gebäudes in Hameln kaum wirtschaftlich, zumal eine anderweitige Nutzung bzw. Verwertung der Immobilie nahezu ausgeschlossen erscheine.
In ihrem Schreiben sichert Susanne Lippmann dem Kammerpräsidenten zu, bei Bedarf Erweiterungsflächen für die LUFA in Hameln zur Verfügung zu stellen. „Ich bin jederzeit bereit, eine Lösung für die LUFA am Standort Hameln zu entwickeln.“
Die Oberbürgermeisterin hat inzwischen auch die Landtagsabgeordneten Otto Deppmeyer und Ulrich Watermann sowie Landrat Rüdiger Butte um Unterstützung gebeten.
Die LUFA beschäftigt in Hameln rund 90 hoch qualifizierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.