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Montag, 20.10.2008 16:56 Uhr
Alte Steine helfen nicht beim Sparen
Ausbessern statt Erneuern ist keine Alternative
Auf den ersten Blick scheint die Alternative ganz einfach: Die alten Steine herausnehmen, reinigen und neu verlegen – fertig ist die „neue“ Fußgängerzone. Doch ganz so einfach ist es nicht, wie Fachleute deutlich machen.
Ralf Wilde, Leiter des Fachbereichs Umwelt und technische Dienste bei der Stadt Hameln, macht die Gegenrechnung auf: Die Steine aufzunehmen, sie zu säubern und anschließend auf begradigter Fläche neu zu verlegen, sei mindestens genauso teuer wie die Verlegung neuer Betonsteine.
Fachleute bestätigen diese Rechnung. Die Steine müssten von Hand aufgenommen und einzeln mit der Drahtbürste gereinigt werden, bevor sie wieder verlegt werden können, erläutert der Geschäftsführer einer örtlichen Straßenbaufirma. Das sei zeitraubend und schlage sich natürlich im Arbeitslohn nieder. Der Straßenbauexperte geht von Kosten von 80 bis 90 Euro pro Quadratmeter aus. Zum Vergleich: Der für Hamelns Fußgängerzone infrage kommende neue Betonstein soll inklusive Verlegung 70 Euro kosten.
Der Fachmann ist auch nicht sicher, ob die Stadt mit der Alternative „Ausbessern statt Erneuern“ tatsächlich Kosten sparen könne. Wohl eher laufe es auch hier auf Mehrkosten hinaus. Bei Ausbesserungsarbeiten werde nach Stundenlohn abgerechnet – nicht nach Quadratmetern. Das sei unter dem Strich teurer, als große Fläche neu zu verlegen. Weiterer Nachteil: Es entstehe nur „Flickwerk“ und keine ebene Fläche.