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Montag, 14.07.2008 17:29 Uhr
Gaspreis steigt um 16,6 Prozent
Stadtwerke immer noch günstigster Anbieter der Region
Die drastisch gestiegenen Preise auf den Energiemärkten wirken sich jetzt auch auf die Verbraucher in Hameln aus: Die Gaspreise steigen ab 1. September um 16,6 Prozent.
Die nun angekündigte Erhöhung bedeutet für einen Vier-Personen-Haushalt mit einem Jahresverbrauch von 28.000 Kilowattstunden Erdgas eine monatliche Mehrbelastung von 24 Euro. Dennoch: Ein Vergleich mit den Versorgungsunternehmen der Region ergibt nach Einschätzung der Stadtwerke, dass Hameln auch nach der Preiserhöhung zum 1. September der günstigste Gasanbieter der Region ist.
Die Stadtwerke weisen in einer Mitteilung darauf hin, dass die Preise fast eineinhalb Jahre stabil gehalten werden konnten; zum 1. April 2007 seien die Gaspreise sogar gesenkt worden. Andere Gasversorger hätten bereits im letzten Winter ihre Gaspreise angehoben und erhöhten nun zum 1. August 2008 erneut.
Den Stadtwerken Hameln war es hingegen gelungen, ihren Gaskunden einen Einkaufsvorteil von 600.000 Euro zugute kommen zu lassen. Der Gaslieferantenwechsel von E.ON Ruhrgas (Essen) zur Wingas (Kassel) habe den Stadtwerken und damit auch den Kunden erhebliche finanzielle Vorteile gebracht.
Ab 1. September bieten die Stadtwerke außerdem neue verbrauchsabhängige Produkte an („mini.gas“, „regio.gas“, „regioplus.gas“). Im Rahmen der Bestabrechnung werde der für den Kunden jeweils günstigste Tarif zugrunde gelegt.
„Ziel unserer Beschaffungspolitik ist es, die Gaspreise für die Kunden möglichst niedrig zu halten, und das ist uns auch über 17 Monate gelungen“, so Stadtwerke-Geschäftsführerin Susanne Treptow. „Wir wissen um die enorme Belastung für unsere Kunden, aber auch wir unterliegen der weltweiten Entwicklung des Erdgasmarktes.“
Die Stadtwerke appellieren an alle Kunden, die Möglichkeiten des Energiesparens zu nutzen. Hierfür halten die Stadtwerke Informationen bereit und stehen den Kunden beratend zur Seite.
Ein kleiner Trost: Im Vergleich zum Heizöl haben die Gaskunden eine geringere Belastung zu tragen, denn die Heizölpreise sind in den letzten Monaten um fast 50 Prozent gestiegen.