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Mehr als 2.200 Beträge bei „Hameln2030“ Samstag, 19.11.2016   15:24 Uhr
 

Mehr als 2.200 Beiträge bei „Hameln2030“

Von „Altstadt“ bis „Zara“

Insgesamt 2.239 Beiträge formulierten die Hamelnerinnen und Hamelner in der ersten Phase der Bürgerbeteiligung im Rahmen des Projektes „Hameln2030“. „Damit bin ich hochzufrieden“, sagt Oberbürgermeister Claudio Griese. „Unser Angebot der Beteiligung ist gut angenommen worden. Die Fülle der Vorschläge und ihre teilweise sehr konkrete Ausarbeitung haben uns beeindruckt.“
 
Die Bearbeitung der vielen einzelnen Ideen, der lobenden und der kritischen Stellungnahmen war aufwendig. Immerhin wurden die Fragebögen meist handschriftlich ausgefüllt und waren oft nicht leicht zu entziffern. Bei der Übertragung der in türkischer und arabischer Sprache ausgefüllten Blätter haben die Sprachmittler in der Kaserne geholfen, wie Griese dankbar vermerkt.

Die Ergebnisse der fachlichen Auswertung liegen der Stadtverwaltung nun vor. Am häufigsten beschäftigen sich die Beiträge mit der Altstadt. Sie liegt sehr vielen Menschen am Herzen, die sich hier wohlfühlen, die kurzen Wege und das Ambiente der kleinen Straßen genießen. Sie betrachten Hameln als lebenswerte Kleinstadt. Andere setzen sich dafür ein, dass die Wesermetropole wachsen und großstädtischer werden soll. „Hier haben wir also echten Gesprächsbedarf“, sagt Griese. „Der aktuelle Austausch ist eine Chance, von diesen unterschiedlichen Vorstellungen zu erfahren und darüber zu diskutieren“, so der Verwaltungschef. „Wenn wir uns auf einen gemeinsamen Weg einigen können, sparen wir viele Kräfte.“

Am zweithäufigsten wird das Thema Wasser genannt. Diese Stellungnahmen beschäftigen sich mit der Weser, der Hamel, dem Werder und der „Wasserstadt Tündern“. Stolz verweisen viele Bürger auf das große, identitätsstiftende Potential der Weser, der Seen und Bäche. Vorfreude kommt auf, vielleicht bald – legal – in natürlichen Gewässern schwimmen oder Sport treiben zu können.

Die Zukunftsaussichten Hamelns werden oft mit der Frage verbunden, wie junge Leute in der Stadt gehalten oder in die Stadt gezogen werden können. Im Zentrum steht dabei der große Wunsch nach dem Bau einer Universität oder mindestens der Erweiterung der Hochschule Weserbergland. Schüler des Albert-Einstein-Gymnasiums formulieren dazu eine sehr konkrete Idee: „Wir schlagen ein Projekt vor, bei dem Universitäten in Hameln Kooperationsveranstaltungen machen und später auch Zweigstellen in Hameln haben. Dann muss keiner mehr in Großstädten studieren und kann in seiner Heimat bleiben. So gibt es eine Zukunft in Hameln.“ Arbeits- und Ausbildungsplätze, aber auch neue Sportangebote, Kneipen, Kino und Shoppen werden als weitere wichtige Voraussetzung dafür betrachtet, dass junge Leute sich in Hameln niederlassen. Wer „Zara“ in Hameln hat, braucht die benachbarte Großstadt nicht, so die Hoffnung.

Im Bereich Mobilität gibt es wieder durchaus unterschiedliche Meinungen: Während ein Bürger vorschlägt, die zweite Weserbrücke abzubrechen, damit die Wiesen am Ufer ruhiger werden, plädiert ein anderer für den Bau einer dritten Brücke, um den Verkehr zu beschleunigen. Einigkeit besteht dagegen bei der Südumgehung – sie ist auch bei dieser Befragung wieder ein ganz großes Thema. Die Hoffnung auf eine Verkehrsentlastung spricht aus vielen der eingereichten Vorschläge.

Die detaillierte Auswertung der bisher eingegangenen Beiträge wird den Bürgern über einen Zwischenbericht zur Verfügung gestellt, der Anfang November erscheint. Er wird in Druckform verteilt und als Download angeboten, kündigt Oberbürgermeister Griese an. In der Broschüre finden sich auch die Projektideen, die aus den Vorschlägen der ersten Phase der Bürgerbeteiligung entwickelt werden. Verwaltungsspezialisten prüfen sie im nächsten Schritt auf ihre Machbarkeit hin. Griese betont aber ausdrücklich: „Wir haben uns auch über ungewöhnlich Ideen wie ‚flüsternde Straßenlaternen‘, die die Rattenfängersage erzählen, oder die Einrichtung eines Lokalfernsehens gefreut. Es sind oft solche Vorschläge, die einen wichtigen Impuls – vielleicht sogar in eine ganz andere Richtung – geben.“

Vorgestellt werden die konkretisierten Projektideen bei einer zweitägigen Veranstaltung. Sie findet am 20. und 21. Januar 2017 im Weserbergland-Zentrum statt.

Wenn Sie den direkten Draht wünschen:

(gilt nur für Medienanfragen)
 
Pressesprecher Thomas Wahmes erreichen Sie unter der Telefonnummer (0 51 51)
2 02-13 19 oder per E-Mail unter pressestelle@hameln.de.

Medienlinks:


Pressemitteilungen der Hameln Marketing & Tourismus GmbH



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