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Montag, 19.05.2003 05:05 Uhr
Rat gibt grünes Licht für "Erlebniswelt"-Projekt
"Einmalige Chance f?r Hameln"
Die Ratsmitglieder waren sich einig: Mit großer Mehrheit haben sie der Einrichtung des Zentrums der "Erlebniswelt Renaissance" zugestimmt. Dazu soll das Hochzeitshaus grundlegend umgebaut werden.
Bildkommentar: Nachtansicht Hochzeitshaus HamelnOberbürgermeister Klaus Arnecke hatte zu Beginn der Debatte auf das Ziel der Stadt verwiesen, den Marktanteil am Städtetourismus zu steigern. "Es darf keinen Stillstand in dieser Stadt geben", sagte Arnecke. Für Hameln sei das "Erlebniswelt"-Projekt eine einmalige Chance.
Sehenswerte Renaissancearchitektur gibt es nicht nur in Italien. Auch das Weserbergland bietet eine hohe dichte sehenswerter Renaissancebauten. Nur an einer gemeinsamen touristischen Vermarktung mangelt es noch.
Das soll sich ab Frühsommer 2005 ändern. Dann, so hofft die Stadt Hameln, wird das Hochzeitshaus als Zentrum des Erlebniswelt-Projekts seine Tore öffnen. Zu einem Netzwerk weiterer Standorte gehören das Schloss Bückeburg, die Stadtkirche Stadthagen mit dem angrenzenden Mausoleum und die Schlösser Bevern und Hämelschenburg.
Bevor Kulturtouristen ins Weserbergland strömen, ist ein umfassender Umbau des Hamelner Hochzeitshauses erforderlich. Nur die äußere Hülle des historischen Gebäudes soll stehen bleiben, das aus jüngerer Zeit stammende wertlose Innere vollständig entkernt werden.
Bildkommentar: Hochzeitshaus Hameln PlanungDie Pläne sehen vor, die Fassade des Hochzeitshauses freizustellen - Besucher können dann von innen an der Mauer emporschauen. Geplant ist, in die historische Hülle ein komplett neues Gebäude zu setzen, das in besonderer Weise der Nutzungskonzeption gerecht wird.
Bis sich Besucher auf eine Zeitreise durch die Renaissance begeben können, werden insgesamt 9 Millionen Euro investiert sein. Auf die Stadt Hameln entfällt ein Eigenanteil in Höhe von maximal 1,8 Millionen Euro.