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Montag, 19.05.2003   05:05 Uhr
 

Rattenfänger-Literaturpreis: Stadt startet Ausschreibung

Preisverleihung im Jahr 2004

Zum 10. Mal schreibt die Stadt Hameln den mit 5.000 Euro dotierten Rattenfänger-Literaturpreis aus. Ausgezeichnet werden Märchen oder Sagen, phantastische Erzählungen, moderne Kunstmärchen oder Erzählungen aus dem Mittelalter für Kinder und Jugendliche.
 
Teilnahmeberechtigt sind Bücher, die nach dem 01.01.2002 bis zum 31.12.2003 veröffentlicht und dem Kulturbüro der Stadt Hameln, Hochzeitshaus, Osterstr. 2, 31785 Hameln, bis zum 15.01.2004 mit 6 Exemplaren zugesandt werden.

Der Rattenfänger-Literaturpreis wurde 1984 das erste Mal ausgeschrieben. Damals feierte die Stadt Hameln das Jubiläum "700 Jahre Rattenfänger von Hameln". Anlässlich dieses Ereignisses stiftete die Stadt Hameln den Rattenfänger-Literaturpreis.

Für Hameln, "die Stadt, die aus der Phantasie lebt" (Zitat Pavel Kohout) war der stärkste Antrieb für die Stiftung die aus der Erfahrung mit der Rattenfängersage gewonnene Erkenntnis, dass diese Literaturgattung Menschen aufs Tiefste zu bewegen vermag und deshalb Aufmerksamkeit und Förderung verdient.

Der Rattenfänger-Literaturpreis 2004 wird finanziell unterstützt von der Bibliotheksgesellschaft Hameln, der Kulturstiftung Hameln, dem Landschaftsverband Hameln-Pyrmont und den Stadtwerken Hameln.

Die Preisträger waren 1986 Lygia Bojunga-Nunes für ihre phantastische Erzählung "Das Haus der Tante" und der Autor Gerhard Holtz-Baumert mit dem Illustrator Klaus Ensikat für ihren Band "Daidalos und Ikaros". 1988 wurde mit Richard Kennedys Buch "Die phantastische Reise von Annis Augen, den Stoffpuppen und dem Kapitän" ein neuer Klassiker der Kinder- und Jugendliteratur gefeiert.

Rafik Schami erhielt 1990 den Rattenfänger-Literaturpreis für seine Geschichte "Erzähler der Nacht". Die Preisträger 1992 waren der Autor Erwin Moser mit "Der Rabe Alfons" und der Illustrator Alfred von Meysenbug für das Märchen der Gebrüder Grimm "Däumling", das er mit allen Mitteln der Comic-Kunst auf seine Weise erzählt hat.

1994 nahm die Österreicherin Lisbeth Zwerger den Preis für die Illustration des Wilhelm Hauff Märchens "Zwerg Nase" und ihre Auswahl und Illustration der "Kindergedichte und Galgenlieder von Christian Morgenstern" entgegen.

"Die letzten Riesen", der ergreifende Bericht des englischen Forschers Archibald Leopold Ruthmore über seine "...verhängnisvolle Reise im Jahr 1850...", erzählt und illustriert von François Place, wurde 1996 ausgezeichnet. 1998 erhielt der italienische Autor Roberto Piumini für seine märchenhafte Erzählung "Motu-Iti. Die Insel der Möwen" den Rattenfänger-Literaturpreis.

Jutta Richter, die Autorin der phantastischen Erzählung "Der Hund mit dem gelben Herzen oder die Geschichte vom Gegenteil" freute sich über die Auszeichnung im Jahr 2000. "Drei Säcke voll Rosinen", 30 orientalische Märchen von Chadîdscha Hassan, Najim A. Mustafa und Urs Gösken erhielten den Rattenfänger-Literaturpreis 2002.

Die nächste Preisverleihung soll im Jahr 2004 erfolgen.

Wenn Sie den direkten Draht wünschen:

(gilt nur für Medienanfragen)
 
Pressesprecher Thomas Wahmes erreichen Sie unter der Telefonnummer (0 51 51)
2 02-13 19 oder per E-Mail unter pressestelle@hameln.de.

Medienlinks:


Pressemitteilungen der Hameln Marketing & Tourismus GmbH

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