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Freitag, 11.04.2014   17:42 Uhr
 

Kulturerbe: Rattenfänger nimmt erste Hürde

Es ist geschafft!

Die erste Hürde hat der Rattenfänger auf dem Weg zum immateriellen Kulturerbe der UNESCO genommen: aus den acht eingegangenen Anträgen hat das Land Niedersachsen die Bewerbung „Der Rattenfänger von Hameln  - lebendige Tradition und Inspirationsquelle“ ausgewählt und an die Kultusministerkonferenz (KMK) weitergeleitet. „Ich bin happy und auch ein wenig stolz“ sagt Oberbürgermeisterin Susanne Lippmann augenzwinkernd. Sie habe immer gehofft, dass es klappen würde. „Dass der Antrag toll war, war von Anfang an meine Meinung gewesen, aber jetzt Gewissheit zu haben, ist schon etwas ganz anderes“, fügt sie an.
 
Auch Harald Wanger, Geschäftsführer der Hameln Marketing und Tourismus GmbH (HMT), ist sehr zufrieden: „ Die erste Etappe ist geschafft. Die Image-Wirkung für unsere Stadt ist gar nicht hoch genug einzuschätzen.“

Oberbürgermeisterin Susanne Lippmann sagt: „Ich bedanke mich bei der Jury und bei der Ministerin für Wissenschaft und Kultur für das ausgesprochene Vertrauen." Viele Bürgerinnen und Bürger hätten laut der Verwaltungschefin bei der Antragstellung mitgewirkt und ihre Ideen eingebracht. Es sei ein großer Erfolg für das bürgerschaftliche Engagement in dieser Stadt.

Am 11. Mai wird die niedersächsische Ministerin für Wissenschaft und  Kultur Frau Dr. Gabriele Heinen-Kljajic höchstpersönlich den Bürgerinnen und Bürgern von Hameln ihre Glückwünsche überbringen. Die Ministerin nutzt die diesjährige Premiere des Rattenfänger-Freilichtspiels als Anlass für ihren Besuch und spricht um 12 Uhr auf der Hochzeitshaus-Terrasse.

Deutschland ist dem UNESCO-Abkommen zum Schutz und Erhalt des immateriellen Kulturerbes im Jahre 2013 beigetreten. Die Stadt Hameln setzte in der Folgezeit alles daran, mit der Rattenfänger-Sage in der ersten Bewerbungs-Runde dabei zu sein. „Ich hatte schon seit längerem die Debatte um den Beitritt Deutschlands mitverfolgt. Als es 2013 so weit war, sollte der Rattenfänger von Hameln auf gar keinen Fall fehlen“, so Stadträtin Gaby Willamowius, auf deren Initiative die Bewerbung fußt.

Der nächste Schritt ist es nun, von der Kultusministerkonferenz (KMK) und dem Beauftragten der Bundesregierung  für Kultur und Medien (BKM) auf das nationale Verzeichnis des immateriellen Kulturerbes gesetzt zu werden. In Rücksprache mit der Deutschen UNESCO-Kommission (DUK) wird diese Liste bis Herbst 2014 zusammengestellt und auf der Internetseite der DUK veröffentlicht.

Aus dem nationalen Verzeichnis werden dann Kulturgüter ausgewählt, die die Bundesrepublik dem internationalen Ausschuss als immaterielles Weltkulturerbe der UNESCO vorschlägt. Vertragsstaaten können jedes Jahr bis Ende März Nominierungen bei der UNESCO einreichen. Erste Vorschläge aus Deutschland kann es demnach erst 2015 geben. Bis zu einer endgültigen Aufnahme könnte es sich bis Ende 2016 hinziehen.

In der Zwischenzeit setzen sich Hamelnerinnen und Hamelner weiter für den Erhalt ihres regionalen Kulturgutes ein. So soll der 26. Juni – der Tag, an dem der Rattenfänger im Jahre 1284 der Sage nach die Hamelner Kinder entführt hat – sich langfristig als besonderer Tag etablieren. Dieses Jahr veranstalten der wohltätige Verein Interhelp und die HMT zum Gedenken an den Kinderauszug  vor 730 Jahren eine „Pied Piper Challenge“ nach Emmerthal. In den kommenden Jahren wollen weitere Kultur- und Bildungsinstitutionen in Hameln - 2015 das Museum, 2016 das Theater und 2017 die Volkshochschule - den besonderen Tag mit Aktionen und Programmen gestalten.

Wenn Sie den direkten Draht wünschen:

(gilt nur für Medienanfragen)
 
Pressesprecher Thomas Wahmes erreichen Sie unter der Telefonnummer (0 51 51)
2 02-13 19 oder per E-Mail unter pressestelle@hameln.de.

Medienlinks:


Pressemitteilungen der Hameln Marketing & Tourismus GmbH



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