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Bewerbung zum immateriellen UNESCO-Kulturerbe eingereicht Samstag, 07.12.2013   17:36 Uhr
 

Bewerbung zum UNESCO-Kulturerbe eingereicht

Nun heißt es Daumen drücken

Das Daumendrücken kann losgehen: Die Stadt Hameln hat jetzt ihre Bewerbung zum immateriellen Kulturerbe der UNESCO beim Niedersächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kultur eingereicht. Damit ist der erste Schritt getan, nun ist das Land Niedersachsen am Zuge. Die 16 Bundesländer haben bis zum 15. April 2014 Zeit, jeweils bis zu zwei Vorschläge bei der Kultusministerkonferenz (KMK) einzureichen. Der Auswahlprozess und die endgültige Entscheidung bei der UNESCO werden sich voraussichtlich bis in das Jahr 2015 erstrecken. Oberbürgermeisterin Susanne Lippmann rechnet sich für die Hamelner Bewerbung gute Chancen aus: „Die Rattenfänger-Sage wird in Hameln seit Jahrhunderten als lebendige Tradition gepflegt und ist weltweit bekannt, so dass wir damit auch auf höherer Ebene überzeugen können.“

 
Beim immateriellen Kulturerbe der UNESCO geht es vor allem um die „gelebten Ausdrucksformen“ eines Kulturgutes. Um zu zeigen, wie präsent die Rattenfängersage heute ist ist, hat die Kulturwissenschaftlerin Sarah Hartung das standardisierte Antragsformular um aussagekräftige Fotos und ein zehnminütiges Video ergänzt. „Es wurde eigens für die UNESCO-Bewerbung erstellt“, berichtet Stadträtin Gaby Willamowius. Neben dem Rattenfänger-Freilichtspiel, dem Musical „Rats“ und dem Rattenfänger-Theater aus dem Museum sind darin bekannte Hamelner Gesichter wie der frühere Rattenfänger Karl-Friedrich Schmidt, die heutige Rattenfänger-Darstellerin Sina-Mareike Schulte und Norbert Meyer („Fisch-Meyer“) zu sehen. Felicitas Hoppe, Trägerin des Rattenfänger-Literaturpreises, spricht in dem Film über die Rattenfängersage als Inspirationsquelle.

Viele weitere Akteure stehen mit ihrem Namen für die Bewerbung und sind offiziell als Unterstützende des Antrags aufgeführt: die Bibliotheksgesellschaft Hameln, die Hameln Marketing und Tourismus GmbH als Veranstalter des Musical „Rats“, Interhelp, die Kulturstiftung Hameln, der Landschaftsverband Hameln-Pyrmont, der Kirchenvorstand der Marktkirche St. Nicolai, der Museumsverein Hameln, die Rattenfänger-Spielgruppe, der Verein Rattenfestival und der Verein für Grenzbeziehung und Heimatpflege.

Zu den überregionalen Unterstützern der Bewerbung unter dem Titel „Der Rattenfänger von Hameln – lebendige Tradition und Inspirationsquelle“ zählen der Leiter der Arbeitsstelle der Akademie der Wissenschaften in Göttingen, Prof. Dr. Hans-Jörg Uther, die Deutsche Märchenstraße und das Deutsche Märchen- und Wesersagenmuseum Bad Oeynhausen. Empfehlungsschreiben kommen von Dr. Dorothee Hemme vom Institut für Kulturanthropologie/Europäische Ethnologie der Universität Göttingen und Generalkonsul a. D. Detlef Boldt.

„Wir wollen das Bewusstsein der Menschen darauf lenken, dass ein einmaliges lokales Kulturgut etwas Wertvolles ist und für eine ganze Region identitätsstiftend wirken kann“, erläutert Gaby Willamowius die Beweggründe für die Bewerbung. Mit der Abgabe der Antragsunterlagen ist der erste Schritt des mehrstufigen Verfahrens zur Anerkennung als immaterielles Kulturerbe geschafft. Die 16 Bundesländer haben nun bis zum 15. April 2014 Zeit, jeweils bis zu zwei Vorschläge bei der Kultusministerkonferenz (KMK) einzureichen.

Welche der Vorschläge in einem bundesweiten Verzeichnis aufgeführt werden, wird voraussichtlich im Herbst 2014 auf der Internetseite der Deutschen UNESCO-Kommission präsentiert. Das Verzeichnis gilt als öffentlich sichtbare Anerkennung kultureller Ausdrucksformen und ihrer Träger. In einem nächsten Schritt wird auf Bundesebene entschieden, welche dieser Kulturgüter der internationalen Kommission als erhaltenswertes immaterielles Kulturerbe vorgeschlagen werden. Vertragsstaaten können jedes Jahr zum 31. März Nominierungen bei der UNESCO einreichen. Der Auswahlprozess und die endgültige Aufnahme für Bewerbungen aus dem Jahr 2013 erstrecken sich voraussichtlich bis Ende 2015.

Wenn Sie den direkten Draht wünschen:

(gilt nur für Medienanfragen)
 
Pressesprecher Thomas Wahmes erreichen Sie unter der Telefonnummer (0 51 51)
2 02-13 19 oder per E-Mail unter pressestelle@hameln.de.

Medienlinks:


Pressemitteilungen der Hameln Marketing & Tourismus GmbH



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