Inhalt:

Der Museumsverein Hameln e. V.
wurde 1898 - also vor über 100 Jahren - mit ganz bestimmten Zielen gegründet, die seitdem nicht geändert wurden. Der Verein ist sich und seiner Aufgabe treu geblieben.
- Er betreut das Museum Hameln.
- Er fördert das Interesse an und verbreitet das Wissen über unsere Heimat.
- Er fördert die Erhaltung alten Kulturgutes in unserer Region.
- Er erforscht die Geschichte der Stadt Hameln und Umgebung.
- Er sammelt und erhält Gegenstände, die geeignet sind, diese Geschichte zu dokumentieren.
Deshalb fördert und unterstützt er die Arbeit des Museums Hameln:
- durch finanzielle Hilfe bei Sonderausstellungen,
- durch Hilfe bei besonderen Unternehmungen,
- durch Ankauf von Exponaten.
Kurze Chronik des Museumsverein Hameln e. V.
Mit den folgenden Angaben wird ein kurzer, informativer Überblick über Entstehung und Entwicklung des Museumsvereins gegeben:
1790 wird Friedrich Haspelmath in Hameln geboren. Er sammelt viele Dinge, die er kauft, von Reisen mitbringt oder die ihm übergeben werden. Er bringt seine Sammlungen in einem ihm gehörenden Turm der alten Stadtmauer unter und zeigt sie dort. Es ist der heute noch so genannte Haspelmathsturm. Nach seinem Tod bewahren seine Witwe und später seine Tochter die Sammlung.
1898 erfolgt am 22. Oktober die Gründung des Museumsvereins. Als Gründer sind unter anderen zu nennen: Senator Junge, Apotheker Kerstein, Baurat Koch, Generalmajor Köhler, Dr. Paul Lohmann, Regierungsrat von Valentini und Pastor Uhlhorn. Ernst Köhler wird der erste Vorsitzende.
1899 erhält der Verein von einem Enkel des Friedrich Haspelmath die Sammlungen und den Haspelmath-Turm geschenkt. Eine kleinere Sammlung der Stadt wird getrennt davon im Rathaus gezeigt.
1910 vererben die Geschwister Adolph und Friederike Wallbaum dem Museumsverein das Leisthaus in der Osterstraße, in dem nun beide Sammlungen untergebracht werden können.
1912 wird das Museum im Leisthaus als Heimatmuseum eröffnet. Es wird vom Verein betrieben und mit ehrenamtlichen Kräften betreut.
1941 werden wesentliche Teile Sammlungen kriegsbedingt in den Bismarckturm und an andere Stellen ausgelagert.
1946 überträgt der Verein das Eigentum am Leisthaus auf die Stadt Hameln, da er nicht in der Lage ist, das Gebäude, das im Krieg gelitten hat, weiter zu unterhalten. Die Stadt ist vertraglich verpflichtet, das Gebäude ausschließlich für das Museum zu nutzen.
1949 werden die bis jetzt ausgelagerten Teile der Sammlungen zurückgeholt, das Museum wird wieder in vollem Umfang zugänglich gemacht.
1977 erhält das Museum erstmalig einen hauptamtlichen Leiter und wird nach zweijährigem Umbau mit einer Erweiterung in die Obergeschosse des Stiftsherrenhauses und verbunden mit einer neuen Präsentation der Sammlungen neu eröffnet.
1990 bürgert sich für das Museum der Name "Museum Hameln" ein.
2002 wird ein Sanierungs- und Modernisierungsprojekt ausgearbeitet, das bessere Möglichkeiten für die Dauerausstellung durch Einrichtung eines Rundganges und die bessere Nutzung des Museums durch Behinderte bringen soll.
2004 wird in einer Sonderausstellung auf 105 Jahre Museum und Museumsverein Hameln eingegangen.
2007 Das Sanierungs- und Modernisierungsprojekt für das Museum konkretisiert sich.
2008 Die Vorbereitungen für den Museumsumbau beginnen. Im Oktober und November erfolgt der Umzug des Museums in das neue Depot. Der gesamte Objektbestand und die Büroausstattung werden in die neuen Räumlichkeiten verlegt. Im Dezember beginnen archäologische Untersuchungen in der Diele des Leisthauses.