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23.3.-19.5.2007 Hamelns "Gute Stube"

Blickpunkt: Oster- und Bäckerstraße

Ausstellung Hamelns Gute Stube Bäckerstraße 1870
Bildkommentar: Bäckerstraße 1870
Die Diskussion im Jahre 2007 um die Erneuerung der Fußgängerzone nahm das Stadtarchiv Hameln zum Anlass, eine kleine Ausstellung zur Vergangenheit der Oster- und Bäckerstraße sowie des angrenzenden Marktes und Pferdemarktes zu präsentieren.
Der Bogen der gezeigten Archivalien spannte sich dabei vom Jahr 1277 bis zum Ausblick auf die damals geplante Neugestaltung. Nachdem anhand alter Stiche und Luftbilder zunächst ein Gesamtüberblick vermittelt wurde, ging es anschließend in die Straßen selbst. Fotos aus alter und neuerer Zeit zeigten die Veränderungen im Straßenbild, zum Beispiel die Lücken im Hausbestand, die der Zweite Weltkrieg gerissen hatte, oder die Umgestaltung zur Fußgängerzone im Rahmen der Altstadtsanierung.

Ausstellung Hamelns Gute Stube Pferdemarkt mit Wochenmarkt 1920
Bildkommentar: Pferdemarkt mit Wochenmarkt um 1938
Aber nicht nur bauliche Veränderungen prägten Hamelns "Gute Stube", sondern diese diente auch immer wieder als Bühne für gesellschaftliche Ereignisse: politisch motivierte Schlägereien fanden statt, durch die Straßen zogen Protestmärsche ebenso wie Festzüge, gekrönte Häupter waren zu Gast.
Abschließend wurde der Blick kurz nach unten gerichtet, auf das Straßenpflaster: im Laufe der Jahrzehnte waren "Katzenköpfe", große unregelmäßige Sandstein-Pflastersteine, ebenso anzutreffen wie Basalt, Solling-Sandstein und der in Deutschland erstmals 1838 (Jungfernstieg in Hamburg) verwendete Teerbelag, für den sich auch Hameln ab 1909 zu interessieren begann. In der Stadt waren Kopfsteinpflaster noch 2007 in den Nebenstraßen anzutreffen, die Fußgängerzone bekam ab 1975 einen Belag aus Kunststein.

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