Es geht aufwärts am Kuckuck...

Lange Zeit wurde das Wohngebiet Kuckuck immer wieder in ein schlechtes Licht gerückt. Negative Schlagzeilen führten dazu, dass sich das Viertel sowohl in der Eigen- als auch in der Fremdwahrnehmung in einer Abwärtsspirale befand. Um dieser Entwicklung aktiv entgegenzuwirken, wurde die Quartiersentwicklung Kuckuck ins Leben gerufen. Ihr Ziel ist es, die Wohn- und Lebensbedingungen im Wohngebiet Kuckuck nachhaltig zu verbessern.

Ein Runder Tisch gründet sich ...

Ausgelöst durch den seit Ende 2013 zu beobachtenden vermehrten Zuzug von Zuwanderern und die damit verbundenen sozialen Herausforderungen hat sich im März 2014 der Runde Tisch Kuckuck gegründet. Hier wird ressortübergreifend  das Vorgehen der beteiligten Institutionen am Kuckuck abgestimmt. 

Viele Ideen im Integrierten Handlungskonzept

Das Integrierte Handlungskonzept umfasst vielfältige Ideen und Maßnahmen aus acht Handlungsfeldern, die seit dem Start des Projekts im März 2014 entwickelt wurden. Sie sind im Wesentlichen aus der Arbeit des Runden Tisches sowie aus verschiedenen Gesprächsrunden mit Bewohnern hervorgegangen. Im Integrierten Handlungskonzept greifen städtebauliche Maßnahmen und soziale Projekte ineinander.

Zusammenkommen im Begegnungshaus Kuckuck 14

Mit dem Ziel, die Verständigung unter den verschiedenen Bevölkerungsgruppen vor Ort zu fördern und Begegnungsmöglichkeiten zu schaffen, wurde im März 2015 das Begegnungshaus Kuckuck 14 eröffnet. Die seit Jahren erfolgreich arbeitende Kinderbetreuung im "Kuckucksnest" durch den Verein "SAM e.V." (Sozial Aktiv Menschlich) wird seitdem durch den Treffpunkt "ZaK" (Zusammen am Kuckuck) ergänzt. Hier findet neben dem Projekt "JUGEND STÄRKEN" regelmäßig ein „offener Bewohnertreff“ statt.

Konkrete Hilfe durch das Projekt "JUGEND STÄRKEN"

Im Rahmen des Modellprogramms „JUGEND STÄRKEN im Quartier“ stehen im gesamten Landkreis Hameln-Pyrmont bis 2018 rund 1,4 Millionen Euro für Sozialarbeit, Einzelfallhilfe und Projektarbeit zur Verfügung. Der Großteil sind Fördermittel aus dem Europäischen Sozialfons (ESF) und des Bundes. Doch auch der Landkreis Hameln-Pyrmont und die Stadt beteiligen sich mit 216.000 Euro bzw. 120.000 Euro.  Projektträger ist hierbei die Impuls gGmbH.

"Jugend stärken" ist eine Kombination aus Streetwork und sozialpädagogischer Einzelfallbetreuung durch das JobCenter Hameln-Pyrmont. Daneben gibt es auch sogenannte Mikroprojekte, die das soziale Miteinander und die Integration junger Erwachsene in den jeweiligen Quartieren stärken. Für den Kuckuck ist das beispielsweise das Projekt "Freundschaftsspiel" - bei dem sich Jugendliche mit ganz unterschiedlichen Familien- und Migrationshintergründen regelmäßig zum Fußball spielen treffen. 

Städtebauförderung "Soziale Stadt"

Mit dem Städtebauförderprogramm Soziale Stadt wollen Bund und Länder Städte und Gemeinden bei der schwierigen Aufgabe zur Bewältigung einer Abwärtsspirale in benachteiligten Quartieren unterstützen. Durch städtebauliche Maßnahmen sollen die Quartiere stabilisiert und aufgewertet werden, um so die Lebensbedingungen insgesamt zu verbessern.

Das Wohngebiet Kuckuck wurde 2016 in das Förderprogramm aufgenommen. Hierzu wurde eine umfangreiche Bestandsanalyse und ein erstes städtebauliches Entwicklungskonzept erstellt. Die Ergebnisse sind in dem  Bericht Vorbereitende Untersuchung  zusammengefasst.

Mit der Planung der Maßnahmen, wie beispielsweise

  • Verbesserung der Wegeverbindung in die Stadt duch den Umbau der Marienthaler Straße
  • Anlage eines Spielplatzes
  • Verbesserung der Bolzanbindung
  • Aufwertung des Straßenraumes im Quartier
  • Maßnahmen an Gebäuden wie barrierefreie Zugänge, Verbesserung der Eingänge
  • Schaffung eines Quartierstreff

soll 2017 begonnen werden. Baubeginn könnte dann in 2018 sein. Die Beteiligung der Kuckuck-Bewohner hat dabei einen hohen Stellenwert.

Die Quartiersentwicklung Kuckuck wird gefördert durch: