Von Romantik bis Heavy Metal ...

Beim Stichwort Gitarre denkt wohl jeder an einen lauschigen Abend am Lagerfeuer, samt Meeresrauschen und Marshmallows. Wer diese Traumvorstellung in die Tat umsetzen möchte, kann die Grundvorraussetzungen an der Jugendmusikschule lernen. Denn natürlich wird hier auch die klassische Gitarre unterrichtet.

Dabei werden sowohl moderne als auch klassische Stücke gelehrt, die den Schülern eine kleine musikalische Zeitreise ermöglichen. Aber: um diese klassischen Gitarrenstücke umsetzen zu können, muss man schon gut und gründlich geübt haben. Es empfiehlt sich also, schon früh mit dem Gitarre-Spielen zu beginnen. Möglich ist das etwa ab dem 6. Lebensjahr. Die "Konzertgitarren" gibt es in verschiedenen Größen und sollten immer nach vorheriger Absprache mit der Lehrkraft angeschafft werden.

Der Unterricht findet für die jungen Schüler im Partnerunterricht oder in kleinen Gruppen statt. Die pädagogischen Konzepte sind dabei voll auf diese Altersstufe abgestimmt. Der Unterricht ist eine tolle Ergänzung zur eventuell absolvierten musikalischen Früherziehung. Das ist allerdings keine Vorraussetzung.

Darf es ein wenig lauter sein? Die E-Gitarre ...

Die E-Gitarre ist aus der Pop- und Rockmusik nicht mehr wegzudenken. Oder können Sie sich Songs von Jimi Hendrix, Eric Clapton, Mark Knopfler, Steve Vai und Eddie Van Halen ohne den typischen Klang einer E-Gitarre vorstellen? Nein? Dann sind sie nicht allein. Viele, die sich entscheiden, E-Girtarre lernen zu wollen, orientieren sich an diesen Künstlern.

Es ist tatsächlich wichtig, die Umsetzung innerhalb der verschiedenen Stilrichtungen in der Pop- und Rockmusik zu kennen beziehungsweise einordnen zu können. Daher sollten Kinder erst ab dem 12. Lebensjahr mit der E-Gitarre beginnen. Wer es nicht erwarten kann: die vorherige Ausbildung auf der klassischen Gitarre ist hilfreich.

Ein noch späteres Einstiegsalter ist nötig, wenn man sich speziell mit der Jazzmusik und ihrer Stilistik beschäftigen möchte. Die Jazzmusik verlangt nämlich fundierte Kenntnisse aus dem Bereich der Musiktheorie. Als Anfängerinstrument für Kinder ist dieses Instrument daher nicht geeignet. Im späteren Verlauf einer gitarristischen Ausbildung können aber tiefe Einblicke in die Welt des Jazz unternommen werden.

Ein Multitalent: Der E-Bass

Der E-Bass wurde ursprünglich konzipiert, um den herkömmlichen Kontrabass sozusagen in Miniaturformat spielen zu können. Diese Entwicklung begann praktisch parallel mit der E-Gitarre. Daher steht der E-Bass hinsichtlich der musikgeschichtlichen Zuordnung nicht mit dem Kontrabass in Verbindung. Nur bei der Stimmung des Instruments gibt es Ähnlichkeiten mit dem Kontrabass, wobei die Saiten des E-Bass  ausschliesslich gezupft werden können.

Ähnlich wie bei der E-Gitarre kann der E-Bass in den verschiedenen Stilrichtungen der Rock- und Popmusik sowie der Jazz-Musik eingesetzt werden. Der E-Bass ist in besonderem Maße auf das Ensemblespiel – also beispielsweise eine Rock- oder Jazz-Combo – angewiesen. Solo ist der E-Bass seltener unterwegs. An der Schule wird daher im Unterricht, der überwiegend im Einzelunterricht stattfindet, auf eine möglichst rasche Eingliederung des Schülers in ein Ensemble geachtet.